Erneuerbare Energien setzen RWE zunehmend unter Druck

Tim 20. September 2013 0


Der starke Ausbau der erneuerbaren Energien setzt den Energieriesen RWE zunehmend unter Druck. Der Preisverfall an den Strombörsen durch Wind- und Solarstrom veranlasste RWE nun dazu die Dividende deutlich zu kürzen. Auch weitere Sparmaßnahmen wie ein langfristiger Stellenabbau sind offenbar in Planung.

© Thorsten Schier - Fotolia.com

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Der Energieriese RWE sieht sich durch den Boom der erneuerbaren Energien und den damit verbundenen Preisverfall an den Strombörsen zunehmend unter Druck gesetzt. Der Preisverfall ist in erster Linie auf das durch Ökostrom hervorgerufene, zeitweise bestehende Überangebot an Strom zurückzuführen. Private Verbraucher spüren von den niedrigen Großhandelspreisen allerdings nichts, da sekundäre Belastungen wie Steuern und Abgaben in diesem Bereich in den letzten Monaten weiter zugenommen haben.

Um durch den sinkenden Großhandelspreis für Strom nicht weiter in Bedrängnis zu geraten, plant RWE offenbar weitreichende Sparmaßnahmen. So soll in einem ersten Schritt die Gewinnbeteiligung der Anleger deutlich reduziert werden. So soll die ausgeschüttete Dividende in diesem Jahr auf 1 Euro pro Aktie fallen. RWE-Chef Peter Terium meinte hierzu: „Es gibt keinen Zweifel daran, dass uns schwere Zeiten bevorstehen. Das müssen wir auch bei der Dividendenpolitik berücksichtigen.“

Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ und das „Handelsblatt“ berichten sei zudem ein Stellenabbau von rund 3000 Stellen in der Kraftwerkssparte des Konzerns in der Diskussion. Es soll allerdings keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Vielmehr wolle man auf Altersteilzeitmodelle setzen. Ein entsprechender Plan ist von Konzernvorstand aber offenbar noch nicht abgesegnet. RWE gab diesbezüglich bislang kein Kommentar ab.


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