Erneuerbare Energien – ein wirtschaftlicher Segen für Helgoland

admin 5. Juni 2012 0


Die rund 1,7 Quadratkilometer große friesische Insel Helgoland mit ihren nicht einmal 1.200 Einwohnern hat bisher fast ausschließlich vom Tourismus gelebt. Dabei kam der Aspekt zum Tragen, dass sie nicht zum Steuergebiet Deutschlands und auch nicht zum „Zollreich“ der EU gehört. Deshalb genossen vor allem die so genannten „Hummerbuden“ einen regen Zulauf. Der Funkturm, der Leuchtturm sowie die Bunkeranlagen, die „Lange Anna“ und auch das „James Krüss Museum“ waren weitere Anziehungspunkte. Sie haben dafür gesorgt, dass die rund 2.200 Gästebetten der Insel immer gut ausgebucht sind.

Doch nun sind es regenerative Energien, die der Tourismusinsel eine weitere und zukunftsträchtige Einnahmequelle bescheren sollen. Das Seeheilbad mit staatlicher Anerkennung soll den wichtigsten Dienstleistungshafen zur Versorgung der Windkraft-Anlagen in der Nordsee bekommen. Das hat zumindest der Bürgermeister Jörg Singer erklärt. Er möchte mit den dadurch zu schaffenden Arbeitsplätzen vor allem dem Bevölkerungsrückgang den Kampf ansagen, mit dem die Insel schon seit einiger Zeit zu kämpfen hat.

Und die Chancen dafür stehen gut. Ganz in der Nähe von Helgoland soll die Kapazität der Windkraft einen gewaltigen Zuwachs bekommen. Ganze 200 Windkraft-Anlagen sollen hier verteilt auf drei Windparks entstehen. Und sie liegen in einer Entfernung von gerade einmal 30 bis 40 Kilometern. Damit könnte Helgoland zu einem strategisch sehr wichtigen Punkt für die Versorgung werden. Die künftigen Betreiber der Windparks sind RWE, WindMW und natürlich darf auch E.on nicht fehlen. Vorgesehen für den Servicebereich ist eine Fläche von 10.000 Quadratmetern, die sich unmittelbar an den Südhafen anschließen sollen. Dass sich die Investitionen lohnen dürfen, zeigt ein Blick auf die Pläne der Bundesregierung: In der Zukunft sollen sich allein in der Ostsee und der Nordsee um die 6.000 Windräder drehen.