Erneuerbare Energien – ein Weg aus der Krise?

admin 17. Juni 2012 0


Nachdem bereits Italien und Griechenland unter den Europäischen Rettungsschirm flüchten mussten, sieht es nun ganz danach aus, als würde auch Spanien auf Grund der aktuellen Finanzlage nicht darum herum kommen. Dabei steht die Frage, wie diesen Ländern nicht nur mit Geld geholfen werden, sondern eine auf Nachhaltigkeit angelegte Hilfe zur Selbsthilfe gegeben werden könnte. Dort könnten erneuerbare Energien ein gangbarer Weg sein. Sie könnten diesen Ländern dabei helfen, etwas unabhängiger vom Saisonbetrieb der Tourismusindustrie zu werden. Das würde bedeuten, dass sich die EU dazu entschließen muss, gezielte Investitionen zu tätigen, und nicht einfach nur Gelder an die Regierungen weiter zu geben.

Spanien grenzt beispielsweise im Süden an das Mittelmeer und einen Teil des Atlantiks. Im Norden wird es vom Golf von Biscaya begrenzt. Letzterer zählt als ein sehr windintensives Gebiet. Dort könnten beispielsweise Offshore Windparks entstehen. Auch Wellenkraftwerke und Gezeitenkraftwerke wären von den Standortbedingungen möglich. Es wäre demnach eine gute Wahl, wenn die EU dort Investitionen tätigen würde. Die Menschen vor Ort hätten wieder Arbeit, der Staat könnte mehr Steuern kassieren und gleichzeitig könnte die EU selbst den Umstieg auf erneuerbare Energien vorantreiben.

 

Ähnliche Lösungen wären auch bei Griechenland möglich. Dort sind es vor allem einige der knapp 3.000 unbewohnten Inseln, die sich für Windparks eignen würden. Hinzu kommt der Fakt, dass Griechenland ziemlich weit im Süden liegt. Hier könnte also auch die Photovoltaik Technik die Lösung zur Konsolidierung des Staatshaushalts bringen. Ein interessanter Aspekt besteht hier darin, dass im Landesinneren teilweise erhebliche Entfernungen zwischen den einzelnen Siedlungen liegen. Die Solarparks müssten deshalb nicht im unmittelbaren Sichtbereich der urbanen Gebiete gebaut werden.