Erneuerbare Energie statt Steinkohle

Sandra 9. September 2012 0


Ein Beispiel, wie auch Bergbaubetriebe die erneuerbare Energie für eine wirtschaftlich solide Zukunft nutzen können, ist die ehemalige Ruhrkohle AG, heute kurz RAG genannt. Das Unternehmen baut schon seit einigen Jahren sozial verträglich Teile der Belegschaft ab, die unmittelbar im Bergbau arbeiten. Auch die Ausbildung von Fachkräften für den Bergbau ist komplett eingestellt worden. Das heißt aber nicht, dass die RAG nach dem Ende der Subventionen für den Abbau von Steinkohle auf die Schließung hinsteuern würde.

Die RAG ist auf das Ende der Kohleförderung gut vorbereitet. Schon in den letzten Jahren wurden einige Tochterunternehmen gegründet, die auf die Nutzung erneuerbarer Energien abzielen. Dort werden die Nachwuchskräfte im Bereich Elektrik, Mechatronik und im Chemiebereich schon auf ihre künftigen Anforderungen vorbereitet.

Und die liegen vor allem bei der Windkraft und der Nutzung der Solarenergie. Weder die Halden noch die Tagebaurestlöcher müssen künftig ungenutzt die Landschaft verschandeln. Die Anhöhen der Halden haben sich als gute Standorte für die Windkraft erwiesen. Auf einer Halde in der Nähe von Gelsenkirchen erzeugen schon zwei Windkraftwerke der RAG 2,3 Megawatt an Leistung. Weitere Anlagen dieser Art sind geplant. Im Saarland sollen Bergbaubrachen zur Errichtung von Solarkraftwerken genutzt werden.

Auch in die Wasserkraft will die RAG investieren. Alte Schachtanlagen lassen sich recht gut in Pumpspeicherwerke umbauen, wenn man darüber einen künstlichen See anlegt und die Turbinen in die alten Aufzugsschächte einbaut. Die Schächte sind bis zu 800 Metern tief und könnten pro Stück eine Leistung von 350 Megawatt bringen. Da Seen als weitere Verwertung von Bergbauregionen schon Tradition haben, rechnet man auch nicht mit Widerstand bei der Bevölkerung.