Erneuerbare Energie aus Eis beziehen

admin 27. Juni 2012 0


Wärme und Energie aus Eis? Das klingt erst einmal nach einem schlechten Scherz. Doch die Gesetze der Physik sprechen eine andere Sprache. Um diese Quelle für regenerative Energie zu beziehen, benötigt man drei Dinge: einen Eisspeicher, eine kleine Solaranlage und eine Wärmepumpe.

Aber wie funktioniert das? Wenn Wasser zu Eis erstarrt, wird jede Menge Energie frei. Um sich die Menge vorstellen zu können, nehme man einen Liter 80 Grad Celsius heißes Wasser, stelle ihn in einen kleinen Raum und lasse ihn abkühlen. Genau die gleiche Menge an Energie wird in dem Moment frei gesetzt, wenn aus einem Liter Wasser Eis wird. Nach der wissenschaftlichen Definition wird diese Energie als Kristallisationswärme bezeichnet. Sie tritt nicht nur bei Wasser auf, sondern bei jedem Stoff, der seinen Aggregatszustand von flüssig auf fest verändern kann. Einen ähnlichen Effekt gibt es übrigens, wenn ein Stoff vom gasförmigen Zustand in den flüssigen Zustand wechselt.

 

Die Wärmepumpe entzieht dem Wasser die enthaltene Energie so lange, bis es zu Eis wird. Die mit Hilfe der Energie der Solaranlage wird das Eis dann wieder geschmolzen, so dass der Vorgang von Neuem gestartet werden kann. Da hierfür schon kleine Energiemengen ausreichen, ist die Effizienz der Kombination Eisheizung und Solaranlage deutlich höher, als wenn man sein Heizungssystem allein über erneuerbare Energie aus einer alleinigen solarthermischen Anlage unterstützen lassen würde.

 

Die notwendigen Zusatzinvestitionen für den Speicher und die Wärmepumpe sind nicht allzu hoch. Nachteilig ist aber die Tatsache, dass es für die komplette Eisheizung noch keine staatlichen Zuschüsse gibt. Diese lassen sich nur für die mit eingebundene Solaranlage beantragen.