Erneuerbare Energie als Chance für Entwicklungsländer

Daniel Reissmann 5. Juni 2014 0


Weltweit ist die Branche der erneuerbaren Energieträger weiterhin im Wachstum. So belegen es zumindest die aktuellen Zahlen der Vereinten Nationen. So veröffentlichte das Energie-Netzwerk „Ren21“ am Dienstag den aktuellen UNO-Bericht zum Zustand der erneuerbaren Energien weltweit. Das „Ren21“ Netzwerk ist ein Zusammenschluss aus Experten nationaler Regierungen, von Nicht-Regierungsorganisationen, Internationalen Einrichtungen und der Wissenschaft, die in dem, seit 2005 erscheinenden Report, die Ist-Lage im Bereich der Erzeugung von Energie aus regenerativen Quellen darstellen. Der Report gibt dabei keine Wertung ab und stellt auch keine Prognosen oder Analysen vor. Es werden lediglich die Fakten zusammengetragen. Faktisches Ergebnis des jüngsten Reports ist, dass vor allem die Entwicklungsländer im Erneuerbaren-Sektor aufholen.

© jonasginter - Fotolia.com

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“Die globale Wahrnehmung von erneuerbarer Energie hat sich bedeutend verändert”

“Die globale Wahrnehmung von erneuerbarer Energie hat sich bedeutend verändert”, so fasst der Vorsitzende von „Ren21“ Arthouros Zervos die Ergebnisse des Berichts zusammen. Demnach haben mittlerweile bereits 95 Entwicklungsländer Regularien zum Ausbau der erneuerbaren Energien verabschiedet. Zum Zeitpunkt des ersten Berichts im Jahr 2005 waren es gerade einmal 15 Entwicklungsländer. Damit stellt diese Staatengruppe nunmehr den größten Prozentanteil an den 144 Nationen die Richtlinien und Ausbauziele für die Regenerativkraft aufgestellt haben. Weltweit stammt schon heute rund ein Fünftel der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Die größten Investitionen in die Branche beobachtete die UNO in China, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien und Deutschland. Doch auch wenn die Industrieländer am meisten investieren, so sind die Chancen für Entwicklungsländer sehr groß. Falls die afrikanischen Staaten beispielsweise die Möglichkeiten im Bereich der Solarenergie nutzen, so können sie aus ihrer geografischen Lage in der langen Frist einen großen finanziellen Gewinn ziehen. Andere Länder nutzen ihre Geografie bereits heute optimal aus. So zum Beispiel Island, wo die Energieerzeugung beinahe ausschließlich mittels Wasserkraft und Geothermie erfolgt.


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