Eon zieht sich endgültig aus ausländischen Atomgeschäften zurück

admin 18. Februar 2013 0


Der deutsche Energiekonzern Eon hat sich aus seinem letzten ausländischen Atomprojekt zurückgezogen. So gab das Unternehmen am Freitag die Abgabe seiner 34-prozentigen Beteiligung an dem finnischen AKW-Unternehmen Fennovoima bekannt.  Abnehmer war ein finnisches Firmenkonsortium. Die Summe für die 34 Prozent wurde nicht bekannt gegeben. Zukünftig will sich Eon in Skandinavien auf Schweden und Dänemark konzentrieren, wobei das Hauptaugenmerk auf die erneuerbaren Energien gelegt werden soll.

Für Eon ist dies eine gute Situation, da der hochverschuldete Konzern keine Mittel für den Bau des Atomkraftwerkes aufbringen muss.  Für den Bau des Meilers gab es bisher noch keine Investitionsentscheidung  und der Bau des Kraftwerkes wurde auf vier bis sechs Milliarden Euro beziffert. Nachdem deutschen Atomausstieg hatten die Energiekonzerne Eon und RWE ihre Pläne für AKWs in Großbritannien auf Eis gelegt. Ursprünglich wollten beide Unternehmen dort für mehrere Milliarden Pfund einige Meiler bauen, doch im vergangenen Jahr verkauften sie ihr dortiges zuständiges Tochterunternehmen Horizon.

Der Bau neuer Atomkraftwerke in Europa wird zunehmend unrentabler, da die Kraftwerke sich erst nach einigen Jahren finanziell rentieren. Auch verzögert sich die Fertigstellung der Kraftwerke zunehmend. So wird das finnische Atomkraftwerk Olkiluoto 3 wohl erst 2016 ans Netz gehen. Ursprünglich wurde mit einer Inbetriebnahme 2009 gerechnet. Die anfänglichen Kosten wurden mit rund drei Milliarden Euro beziffert. Die momentanen Kosten werden sich jedoch auf mindestens sechs Milliarden Euro belaufen.