Eon muss deutlichen Gewinnrückgang verzeichnen

admin 8. Mai 2013 0


Jahrelang hatte der große deutsche Energieversorger Eon auf Energie aus Atomkraft und fossilen Brennstoffen gesetzt. Die Energiewende unterstützte der Konzern nur zögerlich. Für dieses Zögern bekommt Eon nun die Quittung, denn der Gewinn des Konzerns geht sukzessive zurück. So verdiente Eon im ersten Quartal 2013 rund 16 Prozent weniger als noch im Vorjahreszeitraum. Im Gesamtjahr rechnet der Konzern weiterhin mit sinkenden Gewinnen.

Die Krise des Energieherstellers hat vielerlei Gründe. Zum einen resultiert diese aus der Vernachlässigung der regenerativen Energien, andererseits kommt aber auch das Ende der Zuteilung der CO2-Zertifikate, die niedrige Preislage auf dem europäischen Strommarkt und der vorangegangene Verkauf einiger Konzerteile hinzu. Eon ist allerdings kein Einzelfall. Die Lage des größten deutschen Stromanbieters ist geradezu exemplarisch für die Situation der deutschen Energiekonzerne.

So haben auch RWE und EnBW immer stärker zu kämpfen. Da der Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Deutschland priorisiert wird, können viele Großkraftwerke nicht mehr profitabel vermarktet werden. So ergibt sich aus der Energiewende folgendes Paradoxon: Die Strompreise für die Verbraucher steigen, während die großen Energiekonzerne zu kämpfen haben. Wie lange diese Situation noch so bleiben kann ist fraglich. Sicher ist, dass das EEG und die Bestimmungen der Energiewende reformbedürftig sind.


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