Eon muss alte Steinkohle-Kraftwerke abschalten

admin 18. November 2012 0


Am Donnerstag hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden, dass Eon zwei seiner alten Steinkohle-Kraftwerke schließen muss. Eon hatte zunächst vor die alten Kraftwerke Datteln und Herne bis zum Betrieb des neuen modernen Datteln IV weiterlaufen zu lassen. Der Bau der Anlage liegt seit einiger Zeit aufgrund juristischer Probleme auf Eis. Die Kraftwerke Datteln 1 bis 3 stammen aus dem Jahre 1962 und Shamrock/Herne ging bereits 1957 in Betrieb.

Dies ist ein großes Problem für die Deutsche Bahn. Bisher lieferten die Anlagen Datteln ein Fünftel des speziellen Bahnstroms. Desweiteren produzieren sie Fernwärme für die Region. Als Folge will die Bahn nun Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen. Es werden Umrichter gebaut, die die Energie für die Züge nutzbar macht. Zugausfälle durch Strommängel wäre somit kein Problem mehr. Die Umrichter sollen bis 2014 bereit sein.

Seit 2004 herrschen für Kraftwerke strenger Umweltstandards. Betreiber von alten Kraftwerken hatten die Wahl, die Kraftwerke bis 2011 zu modernisieren oder sie ab Ende 2012 stillzulegen. Eon erklärte in einem Verzicht von 2006, die vier Altanlagen zu schließen. Doch durch die Verzögerungen des Kraftwerkes Datteln IV zog Eon die Verzichtserklärung 2010 zurück. Das Bundesverwaltungsgericht entschied für eine Ungültigkeit des Rückzuges, da Eon aus eigenem Risiko auf die Betriebsgenehmigung verzichtete.