Energiewende könnte Billionen kosten

admin 21. Februar 2013 0


Der Streit um die Energiewende bekommt neues Feuer.Laut Bundesumweltminister Peter Altmaier könnte die Energiewende in den nächsten Jahrzehnten bis zu einer Billion Euro kosten. Dies wäre zumindest der Fall, wenn die stetigen Ausgaben nicht in Zaum gehalten werden, so Altmaier in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Hierbei sieht der Umweltminister vor allem Probleme in der momentanen Ökostromförder-Politik. Gründe hierfür sind neben den festen Vergütungssätzen für 20 Jahre, der starke Ausbau neuer Anlagen und der geringe Rückgang alter Anlagen. Zudem sank der Strompreis an der Börse stärker, als bisher von Experten vorhergesagt. Erst letzte Woche konnten sich Bundesumweltminister Peter Altmaier und Wirtschaftsminister Philipp Rösler auf Eckpunkte für die Strompreissicherung einigen. Mit dem vorgelegten Papier könnten laut Altmaier bis zu 300 Milliarden Euro gespart werden.

Ein weiteres Thema im Gespräch waren die CO2-Emissionen. So sind die CO2-Emissionen weltweit, laut vorläufiger Zahlen, wieder angestiegen. Auch in Deutschland seien die Werte zum ersten Mal in den letzten Jahren wieder gestiegen. Ein Grund hierfür sieht Altmaier in dem schwindenden Wert der CO2-Zertifikate. Es gäbe keinen Anreiz mehr zu sparen, was den Betrieb von Stein- und Braunkohlekraftwerke wieder attraktiver macht.

Die EU hatte erst vor kurzem einen Plan vorgelegt, 900 Millionen Zertifikate aus dem Markt zu nehmen, um eine Preissteigerung zu beeinflussen. Wirtschaftsminister Rösler ist gegen den Plan, da er eine Belastung für die Industrie befürchtet. Altmaier ist sich jedoch sicher, dass er sich mit Rösler bei dem Thema Emissionshandel einigen kann.