Energiewende könnte für Kommunen im Ruhrgebiet zur finanziellen Katastrophe werden

Tim 21. Oktober 2013 0


Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin sieht viele Kommunen des Landes, speziell aber solche im Ruhrgebiet, durch die Energiewende bedroht. So haben viel Stadtwerke und auch der Energiekonzern RWE mit starken finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen, was letztlich auf die NRW-Kommunen, von denen viele an dem Energieunternehmen beteiligt sind, zurückfällt.

Energiewende

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In Folge der Energiewende haben zahlreiche Stadtwerke in NRW und auch der Energiekonzern RWE mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Diese fallen auch auf zahlreiche Kommunen des Landes, vor allem im Ruhrgebiet, zurück, da diese oft an dem Energieriesen beteiligt sind. Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Garrelt Duin schlägt daher Alarm und sieht die Kommunen vor einer noch nie dagewesenen „Sparorgie“.

Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ sagte er: „Wenn dort die Verluste von den Kraftwerken reinregnen und die Städte Wertberichtigungen vornehmen müssen, dann wird das eine Katastrophe. Da schließt dann auch noch das letzte Hallenbad, weil die Kraftwerke so hohe Verluste produzieren.“ Duin fordert daher eine umfassende Reform des EEGs, wobei er unter anderem den Ausbau der erneuerbaren Energien stark drosseln will. Zudem sollen fossile Kraftwerke, die zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit weiterhin nötig seien, durch Investitionen und Förderungen wieder attraktiv gemacht werden. Darüber hinaus müssten künftig noch mehr Unternehmen von den Ausnahmeregeln des EEG profitieren können.

Mit seinen Vorschlägen stößt der SPD-Minister allerdings nicht nur auf positive Resonanz. Peter Friedrich, der Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten Baden-Württembergs, sprach sich etwa jüngst für einen rascheren Ausbau der erneuerbaren Energien aus.


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