Energiegenossenschaften gewinnen an Bedeutung

admin 25. Juli 2013 0


Einer aktuellen Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e.V. zufolge engagieren sich immer mehr Bürger in Energiegenossenschaften. Die Zahl der Energiegenossenschaften ist innerhalb der letzten zwölf Monate um etwa 50 Prozent gestiegen. Etwa 130.000 Menschen engagieren sich bereits in entsprechenden Projekten und treiben damit die dezentrale Energiewende voran.

Im deutschen Energiesektor war in den letzten Jahren viel vom „Kampf der Systeme“ zu hören. Während den großen Energiekonzernen daran gelegen ist ihre großen zentralen Kraftwerke weiter auszubauen (hierzu zählen auch die riesigen Offshore-Anlagen vor der Küste) haben auf der anderen Seite auch Privatpersonen und Energiegenossenschaft die Möglichkeit durch Investitionen in Wind und Solarkraft teilzunehmen und diese damit zu dezentralisieren.

Einer aktuellen Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e.V. (DGRV) zufolge, die heute zusammen mit der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE) und mit dem Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) vorgestellt wurde, haben die Energiegenossenschaften in den letzten 12 Monaten enorm an Bedeutung gewonnen. Die Zahl der Mitglieder stieg um 50 Prozent auf 130.000 an.

Dies dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass sich jeder Bürger an den Projekten auch mit kleineren Beträgen von unter 100 Euro beteiligen kann. Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV sagte hierzu: „Die Bürger wollen eben mit eigenem Geld an der Energiewende mitwirken und dabei auch die regionale Wertschöpfung unterstützen. Und das ist kein Privileg der Wohlhabenden. Die Beteiligung an einer Energiegenossenschaft ist bereits mit kleinen Beträgen von unter 100 Euro möglich.“ Aufgrund des stark angestiegenen Strompreises in den letzten Monaten und den sinkenden Einspeisevergütungen für Solarstrom denken mittlerweile viele Genossenschaften darüber nach ihren erzeugten Strom nicht mehr ins Netz einzuspeisen, sondern direkt zu vermarkten. Aus dem selben Grund steigt derzeit auch der Anteil der solaren Selbstversorger stark an.