Energie sparen und Umwelt schonen durch vernetzte Autos

Sandra 6. August 2012 0


„SimTD“- das ist ein Kürzel, das man sich merken sollte. Es steht für „Sichere und intelligente Mobilität – Testfeld Deutschland“. Immerhin ist für dieses Projekt die stolze Summe von 69 Millionen Euro bereit gestellt worden. Im Fokus des Projekts steht die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen, auch „Car-to-Car-Kommunikation“ genannt. Sie soll nicht nur für mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen sorgen, sondern zusätzlich den Kraftstoffverbrauch der Fahrzeuge senken. Das ist auch dann notwendig, wenn die Antriebe mit Strom aus erneuerbaren Energien oder mit Biodiesel beschickt werden.

Über eine intelligente Kommunikation zwischen den einzelnen Fahrzeugen könnten Informationen über die aktuelle Verkehrslage direkt weitergeben werden. So ist eine zeitnahere Reaktion als mit den bisherigen Trafficdiensten möglich. Ideal wäre es, wenn die Informationen auch an die Navigationssysteme übergeben werden würden. Sie können dann Alternativrouten berechnen, auf denen keine Gefahr für Stopp-and-Go-Strecken mit einem besonders hohen Verbrauch an Kraftstoff und Energie besteht.

In dem Feldversuch, der auch Potential zur Einsparung erneuerbarer Energien hat, sind aktuell 120 Fahrzeuge in der Region Frankfurt im Einsatz. Sie sollen jede Woche eine Strecke von insgesamt 60.000 Kilometern bewältigen. Sie nutzen für die Kommunikation miteinander und mit einer Zentrale sowohl UMTS- als auch GPRS- und WLAN-Technik. Sollte der Versuch erfolgreich verlaufen, sind auch andere Anwendungen für diese Art der Kommunikation möglich. Dazu gehört beispielsweise die Steuerung von Lichtsignalanlagen nach dem individuellen Verkehrsaufkommen. Das würde die Standzeiten an roten Ampeln verkürzen und zur Einsparung von Kraftstoff und Umweltbelastungen führen. Hinzu käme der Aspekt der Sicherheit, da diese Kommunikationssysteme auch automatische Aktionen wie eine Notbremsung bei einer zu starken Annäherung initiieren könnten.