Elektromobilität: Strom aus der Straßenlaterne

Tim 26. September 2013 0


Bis 2020 sollen nach Plänen der Bundesregierung eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen fahren. Ein ehrgeiziges Ziel, dem nicht zuletzt auch die kaum ausgebaute Infrastruktur an Ladestationen, entgegen steht. Die vor kurzem gegründete Berliner Firma Ubitricity hat jedoch ein Konzept, das den Ausbau der Ladestationen erleichtern soll. Der Strom soll künftig einfach aus den Straßenlaternen kommen.

© Petair - Fotolia.com

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Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 einen Anteil von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben, erscheint derzeit immer unwahrscheinlicher. Auch eine kürzlich veröffentlichte Studie des DLR bietet in diesem Zusammenhang wenig Anlass zur Hoffnung. Ein großes Hindernis bei der Verbreitung von Elektroautos ist unter anderem die schlechte Ladesituation in Deutschland. Aktuell gibt es noch kaum Ladestationen und für eine entsprechend flächendeckende Infrastruktur würden Investitionen von rund 750 Millionen Euro fällig – ein Betrag den bislang niemand wirklich aufbringen möchte.

Glaubt man dem jungen Berliner Unternehmen Ubitricity, dann könnte der Ausbau des Ladenetzes aber auch wesentlich einfacher vonstattengehen. So haben die beiden Gründer Knut Hechtfischer und Frank Pawlitschek ein Ladesystem entwickelt, das die Errichtung von teuren Ladestationen überflüssig machen würde. Das Ladesystem, das unter anderem kürzlich auf der IAA vorgestellt wurde, erlaubt es gewöhnliche Straßenlaternen zu Ladestationen umzufunktionieren. Derzeit laufen noch letzte Tests, schon bis Jahresende sollen allerdings die ersten 100 Berliner Straßenlaternen mit Steckdosen versehen werden und damit zu günstigen Ladestationen werden.

Während der Bau einer herkömmlichen Ladestation rund 10.000 Euro kostet, können Straßenlaternen schon für rund 300 Euro zu Ladestationen umfunktioniert werden. Durchaus möglich also, dass mit diesem innovativen Konzept die Errichtung teurer Ladestationen für Elektroautos bald überflüssig wird.


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