Einspeisevergütung für Solarstrom sinkt weiter

admin 1. August 2013 0


Die Einspeisevergütung für größere Solaranlagen unterschreitet in den nächsten Monaten erstmals die Schwelle von 10 Cent pro eingespeister Kilowattstunde Strom. Das gab die Bundesnetzagentur jetzt bekannt. Grund hierfür ist, dass der Zubau der Solaranlagen in den letzten 12 Monaten trotz Solarkrise über dem von der Bundesregierung vorgegebenen Zubaukorridor lagen.

Obwohl es für die europäische Solarbranche alles andere als gut läuft und auch einstige Vorzeigeunternehmen wie Conergy und Solarworld verbissen ums Überleben kämpfen müssen, überschritt der Zuwachs an Solaranlagen den von der Bundesregierung vorgegebenen Zubaukorridor. Die Folge: In den nächsten 3 Monaten wird die Einspeisevergütung weiter gekürzt. Für größere Solardachanlagen zwischen einem und zehn Megawatt fällt die Einspeisevergütung für Neuanlagen ab Oktober sogar erstmals unter die magische Marke von 10 Cent pro Kilowattstunde.

Aber auch die Einspeisevergütung für kleinere Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt sinkt ab August unter 15 Cent. Angesichts der sinkenden Zuwachszahlen dürfte die Degression im nächsten Jahr allerdings deutlich geringer ausfallen. Das EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) sieht eine schrittweise Absenkung der Einspeisevergütung von jährlich einen Prozent vor. Wird der festgesetzte Zubaukorridor von 2500 bis 3500 Megawatt im Jahr überschritten, folgen zusätzliche Kürzungen. Jochen Homann, der Präsident der Bundesnetzagentur erläutert: „Die Festlegung erfolgt für das jeweilige Folgequartal und sichert so eine kontinuierliche Anpassung der Förderung an den zu erreichenden Zubaukorridor. Im Oktober 2013 werden wir die Werte für das nächste Quartal veröffentlichen.“