Die Trends bei der Umlage Erneuerbare Energie

admin 5. Juli 2012 0


Die Kommission, die unter dem Namen „Energie der Zukunft“ agiert, hat gerade eben Zahlen veröffentlicht, wie sich die Pläne der Bundesregierung und der EU auf die künftigen Kosten für Strom auswirken werden. Professor Erdmann, ein Mitglied dieser Kommission, gab der Presse gegenüber an, dass die Energiewende hin zur Nutzung erneuerbarer Energien die Versorger und Verbraucher in den nächsten zwei Jahrzehnten bis zu 300 Milliarden Euro kosten könnte. Sie werden über eine spezielle Umlage erhoben, die auf den Strompreis aufgeschlagen wird.

Jetzt werden erste Stimmen laut, dass sich dadurch der Preis für Strom in der nächsten Dekade verdoppeln könnte. Zu den Verfechtern dieser Prognose zählt auch das Siemens-Vorstandsmitglied Michael Süß. Und er könnte damit durchaus Recht haben, wie ein Blick auf die aktuellen Kürzungen der Bundesregierung bei den Zuschüssen für Photovoltaikanlagen beweist. Seiner Meinung nach kann der Preistrend nur dadurch gestoppt werden, dass die Bundesregierung die Förderungen für erneuerbare Energie von vornherein zeitlich befristet. Ein weiteres Hemmnis sieht Süß in dem Anschlusszwang, den die Energieversorger per Gesetz aufs Auge gedrückt bekommen haben. Süß plädiert stattdessen für die Möglichkeit einer bedarfsabhängigen Einspeisung.

 

Der Verbraucher irrt sich, wenn er glaubt, die Umlage für erneuerbare Energien nur bei den Ökostrom-Tarifen zahlen zu müssen. Damit werden durchweg alle Stromkunden zur Kasse gebeten, auch wenn sie laut Tarif die Energie aus einem KKW oder einem Kohlekraftwerk beziehen. Aber Eines ist jetzt schon klar: In Zukunft wird es noch wichtiger werden, sich durch einen gründlichen Preisvergleich die günstigsten Tarife für den Strombezug zu sichern. Und das gilt künftig nicht nur für die privaten, sondern in einem noch größeren Maße für die gewerblichen Kunden.