Die Potentiale Süddeutschlands bei der Wasserkraft

Sandra 25. Juli 2012 0


Gerade eben ist eine Studie veröffentlicht worden, welcher Ausbau der Wasserkraft in Deutschland im Zuge der verstärkten Nutzung bei erneuerbarer Energie noch möglich wäre. Auftraggeber war der Energiekonzern EnBW. Diese Studie hat erhebliche Reserven in Baden-Württemberg ausfindig machen können, von denen auch der Technikchef des Energieversorgers, Hans-Josef Zimmer, etwas überrascht war. Immerhin wurden 13 Stellen gefunden, an denen neue Anlagen zur Nutzung der Wasserkraft rentabel errichtet werden könnten. Damit wäre die Bereitstellung von 19 Gigawatt Leistung möglich.

Eine weitere Studie zum Thema erneuerbare Energie mit Schwerpunkt Wasserkraft ist durch die Uni Stuttgart durchgeführt worden. Dort wurden vor allem Reserven bei der Nutzung von fließenden Gewässern gefunden. Mit einem Ausbau der vorhandenen Wasserkraftwerke an den Nebenflüssen des Rheins kann die Leistung um knapp ein Drittel erhöht werden. Über Neubauten wäre ein zusätzliches Potential von bis zu 200 Gigawatt möglich. Hier stehen allerdings rechtliche und ökologische Aspekte entgegen.

EnBW fokussiert sich beim Thema erneuerbare Energie auf die Wasserkraft, weil sie deutlich berechenbarer als die Energie aus Windkraft und der Strom aus großen Photovoltaik Anlagen ist. Deshalb ist die Liste der Wasserkraftwerke von Baden-Württemberg auch schon ziemlich lang. Sie umfasst 1.250 Anlagen. Im Eigentum von EnBW stehen davon 65 Kraftwerke an Fließgewässern sowie zwei Pumpspeicherwerke.

Der EnBW-Chef stellt bei der Vorstellung der beiden Studien auch gleich einen Vorteil in den Mittelpunkt, den die Pumpspeicherwerke zu bieten haben: Sie können erneuerbare Energie zur Stromerzeugung genau dann nutzen, wenn sie gebraucht werden. Das können Wind- und Sonnenkraftwerke nicht, weil sie bei der Stromproduktion von den vom Menschen noch nicht steuerbaren Wetterbedingungen abhängig sind.