Die neuen Trends in der EU

admin 16. Juni 2012 0


Die Europäische Union wird derzeit von einigen Ländern stark belastet. Dazu gehört neben Griechenland und Italien inzwischen auch Spanien. Es gibt verschiedene Überlegungen, wie diesen Entwicklungen begegnet werden kann. Eine dieser Ideen ist, aus ganz Europa einen einzigen großen Bundesstaat zu machen. Der Nachteil dabei wäre, dass die Souveränität der einzelnen Länder sehr stark eingeschränkt werden müsste.

Doch eine EU als Gesamtstaat hätte durchaus auch Vorteile ganz praktischer Natur. So könnte beispielsweise eine einheitliche Energiepolitik gefahren werden. Was nützt es, wenn Deutschland den Umstieg auf erneuerbare Energien forciert und den vorzeitigen Ausstieg aus der Atomenergie beschließt, wenn die Gefahren nach wie vor von den Atommeilern der Nachbarländer drohen? Das ließe sich dann einfach lösen, wenn die EU ein Gesamtstaat wäre.

 

Doch wie wahrscheinlich ist ein solches Szenario? Per Vertrag zwischen den Staatsoberhäuptern ließe sich dieses Vorhaben nicht durchsetzen. Es müsste Volksabstimmungen dazu geben. Und dort sehen die Zahlen im Moment schlecht aus. Pew Research hat Menschen in neun EU-Ländern befragt. Nur ein Drittel von ihnen schätzt ein, dass es ihnen in ihrem Land besser geht, seit es zur EU gehört.

 

Kurios ist, dass die Deutschen das anders sehen. Hier sind immerhin fast zwei Drittel der Befragten dieser Meinung. Etwas merkwürdig mutet das an, weil die Bundesrepublik zu den Ländern gehört, die die größten Beiträge zum Rettungsschirm für die angeschlagenen Länder leisten müssen. Und das belastet nicht nur die Staatskasse, sondern letztlich auch die Bürger. Sie bekommen es beispielsweise dadurch zu spüren, dass die Zuschüsse für erneuerbare Energien gekürzt worden sind.