Die merkwürdige Politik der Regierung von Peru

admin 10. Juli 2012 0


Auf welche Weise die Regierung von Peru zu neuen Steuereinnahmen kommen möchte, das sollte einen aufhorchen lassen. Dass die Erdölvorkommen ausgebeutet werden und das Land durch etliche Pipelines ständig am Rande einer Katastrophe steht, ist nur eine Seite der Medaille. Die eigene Bevölkerung rebelliert, wie die aktuellen Auseinandersetzungen um den Bau einer Goldmine durch US-amerikanische Betreiber beweisen, bei denen mehrere Menschen erschossen worden sind. Die Auseinandersetzungen haben solche Dimensionen angenommen, dass in mehreren Gebieten des Verwaltungsbezirks Cajamarca der Notstand verhängt werden musste.

Dabei hätte Peru ganz andere Möglichkeiten, sich gute Einnahmen für den Staatshaushalt zu verschaffen. Und diese wären wichtig, um einerseits das Bildungs- und Gesundheitswesen auszubauen und andererseits den zehn Prozent der Bevölkerung zu helfen, die weit unter der Armutsgrenze leben. Erneuerbare Energie wäre so eine Variante. Peru hat durch seine geologischen Gegebenheiten gute Voraussetzungen, um die Wasserkraft optimal nutzen zu können. Dort stehen riesige Anbauflächen bisher ungenutzt zur Verfügung, auf denen die Ärmsten der Armen, die Bauern, sich mit der Unterstützung des Staates in die Zucht von Biomasse integrieren könnten.

 

Abgesehen von den Küstenregionen ist Peru äußerst dünn besiedelt. Das ist eine der Voraussetzungen, die man für die Errichtung großer Windparks und Solarkraftwerke benötigt. Doch diesen Vorteil scheinen die ausländischen Investoren, die zum großen Teil aus den USA stammen, noch nicht erkannt zu haben. Deshalb wäre es ein gangbarer Weg für die Regierung von Peru, über steuerliche Boni genau diese anzulocken. Das würde auch einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die im Land hohe Arbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen.