Die Geothermie für den Hausgebrauch nutzen

admin 14. Juni 2012 0


Die Geothermie lässt sich auf zwei Arten nutzen. Schon unsere Urahnen haben erkannt, dass bereits in einer geringen Tiefe im Boden in europäischen Breitengraden konstante Temperaturen herrschen. Sie nutzen es vor allem für die Vorratshaltung aus und lagerten in so genannte Erdmieten ihr Getreide ein. Diese wurden mit Lehm verschlossen, so dass die durch die Bakterien in Gang gesetzte Fäulnis mit ihren Abgasen dafür sorgte, dass die Bakterien abgetötet wurden.

Diese aus der Geothermie abgeleitete Lagerform wird auch heute noch genutzt. In großen unterirdischen Hallen werden beispielsweise Äpfel und Kartoffel gelagert. Das hat den Vorteil, dass man in die Kühlung keine zusätzliche Energie investieren muss. Das senkt nicht nur die Kosten, sondern schont auch die Umwelt. Im privaten Bereich kann man sich das auch nutzbar machen, indem man beispielsweise ein großes Fass mit Deckel eingräbt und seine eigene Ernte an Äpfeln darin lagert.

 

Doch die konstante Temperatur in geringer Tiefe lässt sich auch anders nutzen. Wer beispielsweise eine automatische Belüftung für sein Haus hat, der kann die Effekte der Geothermie als natürliche Klimaanlage verwenden. Dafür muss lediglich die dem Haus zugeführte Frischluft durch ein unter der Erde verlegtes Rohrsystem wandern. Das führt im Sommer zur Kühlung und im Winter zur Vorwärmung.

 

Allerdings ist dafür ein Ventilator für den Transport der Luft notwendig. Und der sollte konsequent mit Strom betrieben werden, für dessen Erzeugung regenerative Energien verwendet werden. Wer dort auf Nummer sicher gehen will, der bucht sich nur Tarife von den Anbietern, die eine Zertifizierung mit dem „Grüner Strom Label“ aufweisen.