„Deutschland muss seine Vorreiterrolle im Klimaschutz wieder stärker wahrnehmen“

Daniel Reissmann 28. Oktober 2013 0


Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) fordert von der kommenden Bundesregierung eine konsequente Fortführung der Energiewende und eine entschlossenere Klimaschutzpolitik. Der Geschäftsführer des Branchenverbands Dr. Hermann Falk sagte dazu: „Der Klimaschutz muss in den Mittelpunkt der Energiepolitik rücken, sowohl national als auch international“. Der BEE fordert daher, dass diese Anregungen in die aktuellen Koalitionsverhandlungen von CDU, CSU und SPD integriert werden.

© jonasginter - Fotolia.com

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Energiepolitik steht in engem Zusammenhang mit anderen politischen Bereichen

Falk betont in seinen Forderungen, dass Energiepolitik auch mitverantwortlich für eine solide Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik ist. Die Bereiche beeinflussen sich gegenseitig, weshalb eine moderne Volkswirtschaft umweltfreundlich, bezahlbar und sicher sein sollte. Weiterhin betont der BEE-Geschäftsführer: „Für die Energiewirtschaft muss das Leitbild gelten: dezentral, vielfältig und bürgernah. So will es die übergroße Mehrheit der Deutschen“. Das Positionspapier des BEE stellt daher einige konkrete Forderungen auf. So soll sich die Bundesrepublik zum Ziel setzen, den Ausstoß des klimaschädlichen Gases Kohlenstoffdioxid bis 2020 um 40 Prozent zum 1990er Niveau zu reduzieren. Weiterhin fordert der Verband, dass die Ziele der Energiewende verstärkt werden sollten. Konkret setzt der BEE die Anregung, dass eine Erhöhung der erneuerbaren Energien im Stromsektor bis zu einem Anteil von 45 bis 50 Prozent in 2020 erreichbar ist.

Auch der BEE fordert eine EEG-Reform

Weitere Positionen des BEE betreffen die bekannten Baustellen der Energiepolitik. Der Verband fordert zum Beispiel eine bedachte Reform des EEG. So sollte eine Reform nicht dazu führen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien dadurch verlangsamt wird. Allerdings muss das bekannte Preisparadoxon zwischen Strombörsenpreis und Verbraucherstrompreis aufgehoben werden. Zudem fordert der BEE den Beibehalt des Einspeisevorrangs der regenerativen Energien um den Systemwechsel schnellstmöglich voran zu treiben. Dafür sollte die künftige Regierung allerdings ein Refinanzierungsmodell entwerfen, das langfristige Investitionssicherheit und Kosteneffizienz für die erneuerbaren Energien gewährleisten kann. In der Debatte um Kapazitätsmechanismen favorisiert der BEE das Prinzip der strategischen Reserve.


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