Deutsche Unternehmen setzen auf Strom aus Eigenproduktion

admin 18. Dezember 2012 0


Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DHIK) stehen viele deutsche Unternehmen der Energiewende kritisch gegenüber. Fast jedes dritte Unternehmen beschäftigt sich damit, seine eigene Energieversorgung aufzubauen und ein Viertel der Betriebe überlegt sich diesen Schritt ebenfalls zu gehen. Der Trend ist Branchenübergreifend zu sehen, da es einen Zweifel an der momentanen Energiepolitik und der Versorgungsstabilität gibt. Strom aus eigener Produktion wäre gegenüber den immer stärker eingespeisten regenerativen Energien nicht nur günstiger, sondern auch sicherer.

Durch den rasanten Ausbau erneuerbarer Energien ist das deutsche Stromverteilernetz teilweise überlastet. Die Leistung aus regenerativen Anlagen, wie Solar- und Windanlange, ist schwankend, da sie von Umweltbedingungen beeinflusst wird. Da es in Deutschland an weitreichenden Stromspeichermöglichkeiten fehlt, können Überproduktion und Mangelleistung zu einem schwerwiegenden Problem werden. Mittelständische Unternehmen machen sich vor allem um einen möglichen Preisanstieg und die Versorgungssicherheit Sorgen und verfolgen skeptisch die Wende.

Im Oktober dieses Jahres wurden mehr als 2300 Betriebe über die Energiepolitik und Versorgungssicherheit befragt. Hierbei konnte sie auf einer Skala von „sehr negativ“ (minus 100) bis „sehr positiv“ (plus 100) bewerten. Insgesamt wurden die Folgen der Energiewende mit minus 12,6 bewertet. Im Norden Deutschlands war die Bewertung zwischen positiv und negativ ungefähr ausgeglichen. Im Süden, Westen und Osten hingegen wurde die Energiewende mit negativen Erwartungen gesehen. Bei der Betrachtung der Unternehmensgröße schloss die Energiewende im Mittelstand am schlechtesten ab. Dort wurde sie im Durschnitt mit minus 16 und minus 19 betrachtet.