Deutsche Stromexporte so hoch wie nie zuvor

admin 3. August 2013 0


Deutschland exportiert so viel Strom wie nie zuvor. Alleine im ersten Halbjahr 2013 stieg der Stromexport um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum an. Grund hierfür ist einerseits der Ausbau der erneuerbaren Energien und andererseits das Erstarken des Kohlestroms im Ausland.

Wie die Zeitung „Die Welt“ berichtet, sind die deutschen Stromexporte in diesem Jahr so hoch wie nie zuvor. Bereits im ersten Halbjahr 2013 stieg die Stromausfuhr ins Ausland verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 50 Prozent an. Insgesamt entspricht das einer exportierten Strommenge von 14,9 Terawattstunden. Hauptabnehmer des deutschen Stroms sind die Niederlande.

Der Grund für die gestiegenen Stromexporte ist einerseits in dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu suchen. Aufgrund der schwankenden Erträge durch Wind- und Wasserkraft kommt es immer wieder zu temporären Stromüberschussen, die dann in ausländische Stromnetze eingespeist werden. Einen wesentlich größeren Anteil an den Stromexporten haben dagegen deutsche Kohlekraftwerke. Die Preise für CO2-Verschmutzungsrechte sind aktuell recht niedrig, was Kohlestrom in Europa äußerst lukrativ macht. Obwohl also genug Ökostrom vorhanden wäre, halten die deutschen Betreiber ihre Kohlekraftwerke am Netz, um den Strom gewinnbringend ins Ausland zu verkaufen.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bringt es auf den Punkt. „Der neuerliche Boom der Kohle ist gut für die Kraftwerksbetreiber und schlecht für den Klimaschutz“ und meint weiter: „Trotz eines Anteils der CO2-freien Erneuerbaren Energien von einem Viertel an der nationalen Stromerzeugung, steigt die Emissionsbelastung aus dem Stromsektor.“