Deutsche Flugsicherung will windkraftfreie Zone rund um Radaranlagen

Tim 11. Oktober 2013 0


Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat sich für die Einrichtung von windkraftfreien Zonen rund um Radaranlagen ausgesprochen. Die Rotoren der Windräder behindern die elektromagnetischen Wellen der Radaranlagen und können zu Störungen führen. In einem Radius von 15 Kilometer rund um deutsche Funkfeuer sollen daher keine neuen Windkraftanlagen mehr gebaut werden dürfen.

© Marcus Klepper - Fotolia.com

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Bereits mehrfach haben Kritiker der Deutschen Flugsicherung (DFS) vorgeworfen den Ausbau der Windkraft in Deutschland zu stören. Dies hängt in erster Linie damit zusammen, dass die DFS die Errichtung neuer Windräder rund um Radaranlagen unterbindet. Grund für die Maßnahme: Die Rotoren der Windräder beeinträchtigen die elektromagnetischen Wellen der UKW-Feuer, was zu schwerwiegenden Störungen führen kann.

Bereits jetzt sei bei etwa jedem dritten Funkfeuer in Deutschland keine weitere Störung durch Rotoren mehr akzeptabel, so DFS-Sprecher Axel Raab. BAF-Direktor Nikolaus Herrmann sagte zu dem Thema: „Wir sind keine Verhinderer der Energiewende, wie uns gelegentlich vorgeworfen wird“ und meinte weiter „wir sind für die Sicherheit im Luftverkehr verantwortlich und müssen mitunter unangenehme Entscheidungen treffen.“

Insgesamt gibt es in Deutschland aktuell 64 Funkfeuer, in denen nach Möglichkeit keine weiteren Windräder mehr gebaut werden sollten. Die Schutzzonen rund um die Anlagen wurden erst 2009 international deutlich erweitert. Statt 3 Kilometer gilt jetzt ein Radius von 15 Kilometern als Schutzzone, in der Windräder nur mit ausdrücklicher Genehmigung gebaut werden dürfen. Die DFS prüft aber weiterhin jede Anfrage von Windkraftbetreibern, die innerhalb der Schutzzonen neue Windräder errichten wollen und entscheidet im Einzelfall.


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