Deutsche Erdgasreserven bedenklich niedrig

admin 8. April 2013 0


In Deutschland hält die Kältewelle immer noch an und dies könnte in naher Zukunft problematisch werden. Die 48 deutschen Erdgasspeicher haben zum Wochenende einen historischen Tiefstand erreicht, so die Zeitung „Welt am Sonntag“, die sich hierbei auf aktuelle Daten des europäischen Verbandes Gas Infrastructure Europe beruft. Die momentanen Reserven sollen im Durchschnitt bei knapp 20 Prozent liegen, doch in einigen Regionen soll der Füllstand der Speicher sogar bei 10 Prozent oder weniger liegen.

In Deutschland heizen momentan rund 16,5 Millionen Wohnungen mit Erdgas. Desweiteren  wird mit Erdgas rund 11 Prozent des inländischen Stroms produziert. Bisher gab es vom deutschen Hauptlieferanten Gazprom keine Lieferprobleme. Eine Unterbrechung könnte jedoch dazu führen, dass druckschwache Speicher die fehlende Gasmenge nicht schnell genug ausgleichen können.

Die Leipziger Verbundnetz Gas AG und auch die Storengy Deutschland GmbH gaben in der Zeitung Speicherbestände von unter zehn Prozent an. Desweiteren sei der von einer Gasag-Tochter gesteuerten Berliner Speicher nahezu leer. In dem Porenspeicher können rund 135 Millionen Kubikmeter Erdgas gespeichert werden, doch zurzeit sollen gerade einmal 1,5 Millionen Kubikmeter Gas enthalten sein.

Ein Sprecher der Astora GmbH & Co. KG sagte jedoch zur „Welt am Sonntag“: „Auch wenn die nächsten Tage kalt bleiben, muss niemand frieren“. Der Gasspeicherbetreiber besitzt in Rheden bei Bremen den größten Speicher in Westeuropa. Dieser sei nach eigenen Angaben noch zu zwei Drittel gefüllt.


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