Deutsche Energie-Agentur gibt Empfehlungen für stabilen Netzbetrieb in Zukunft mit erneuerbaren Energien

Daniel Reissmann 31. Juli 2014 0


Die aktuelle Roadmap der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) zum Thema Systemdienstleistungen bis 2030 prognostiziert, dass in Zukunft vor allem dezentrale Energieanlagen, also hauptsächlich erneuerbare Anlagen, zu Stabilität des Netzes beitragen müssen. Was dafür zu tun ist, skizziert die dena in ihrer Roadmap zudem. Empfehlungen der Deutschen Energie-Agentur sind unter anderem neue Marktanreize, Technologie- und Produktweiterentwicklungen sowie eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern.

© jonasginter - Fotolia.com

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Fluktuierende Energien stellen hohe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Netze

Mit ihrer Roadmap gibt die dena wichtige Hinweise wie man in Zukunft mit den Einflüssen fluktuierender Energieträger, wie Wind- und Solarenergie, auf die Netzstabilität umgehen kann. Die stärker wechselnden Lastflüsse im Netz sowie die größer werdenden Transportentfernungen von erneuerbaren Strom im Zuge der Energiewende sind zwei der wesentlichsten Herausforderungen im Zuge der Transformation des Energiesystems. Bisher sind es vor allem die Back-Up Kapazitäten der konventionellen Kraftwerke, welche die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit bei Fluktuation gewährleisten. Der politische und gesellschaftliche Wille diese Anlagen in Zukunft sukzessive stillzulegen führt dazu, dass neue Lösungen für die Gewährleistung der Netzstabilität gefunden werden müssen. “Die dena-Roadmap beschreibt für jede Systemdienstleistung, welche Akteure welche Anpassungen bis wann umsetzen müssen, um auch im Jahr 2030 auf ausreichend Systemdienstleistungen zurückgreifen zu können. Damit schafft sie Planbarkeit in einem sehr wichtigen Handlungsfeld der Energiewende”, so Stefan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Durch eine Zunahme der dezentralen Anlagen rät die dena, dass künftig ein stärkerer Koordinierungsbedarf zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern nötig ist. Dazu müssen neue Informations- und Abstimmungsprozesse entwickelt werden. Beispielsweise im Bereich der Spannungshaltung. Zudem empfiehlt die dena, dass Technologien und Produkte ,beispielsweise im Bereich der Regelenergie, weiterentwickelt werden sollten. Auch hier wären die Netzbetreiber die zentralen Akteure. Im Bereich der Wirtschaftlichkeit von sogenannten Systemdienstleistungen zeigt die Roadmap in Richtung Politik. Diese müsse gezielte Marktanreize für Systemdienstleistungen schaffen.


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