Deutsche Bahn setzt verstärkt auf Ökostrom

admin 8. November 2012 0


Ab dem Jahr 2015 will die Deutsche Bahn mehr als ein Viertel ihres Stromverbrauches durch erneuerbare Energien decken. Hierfür hat das Unternehmen zunächst einen Sechsjahresvertrag mit dem Energiekonzern Eon abgeschlossen. Als größter Verbraucher von Strom in Deutschland, setzt die Deutsche Bahn ab 2015 verstärkt auf Strom gewonnen aus Wasserkraft. Der mit Eon abgeschlossene Liefervertrag beträgt dafür über 600 Gigawattstunden pro Jahr. Dies sind ungefähr fünf Prozent des Stromverbrauches der Bahn im Inland.

Die Deutsche Bahn will in den nächsten Jahren ihren Stromverbrauch Schritt für Schritt durch regenerative Energien sättigen und ihn bis 2050 komplett aus diesen decken. Der momentane Anteil aus grünem Strom wird mit dem neuen Vertrag von 22 Prozent auf 26 Prozent steigen. Bis 2020 sollen es bis zu 35 Prozent sein. Die benötigte Energie, welche die Bahn für Personen- Güterzüge jährlich benötigt, entspricht dem Verbrauch der gesamten Stadt Berlin.

Der Ökostrom von Eon soll vom den Wasserkraftwerken an Main, Donau, Lech, Isar, Inn und am Edersee kommen. Der Sechsjahresvertrag hat ein Kostenvolumen von 250 Millionen Euro und könnte um sieben Jahre bis 2028 verlängert werden. Nach dem Vertrag mit RWE, welcher eine Lieferung von 2014 bis 2028 mit 900 Gigawattstunden jährlich vorsieht, ist dies der zweitgrößte Ökostromvertrag der Bahn.

Die zurzeit von Fossilen und Atomenergie gedeckte Grundlast, kann von der Wasserkraft übernommen werden. Zudem gedenkt die Bahn ihren Anteil an Wind und Sonnenkraft zu erhöhen. Sonnenenergie spielt mit momentan 20 Gigawattstunden nur eine geringe Rolle, das Unternehmen sieht aber eine Ausbaufähigkeit auf 150 Gigawattstunden.