Desertec wieder unter eindeutiger Führung

admin 10. Juli 2013 0


Seit Wochen gab es zwischen den verschiedenen Industrievertretern, die Teil des Wüstenstromprojekts Desertec sind, Uneinigkeiten was die Zukunft des Projekts betrifft. In Folge der Streitigkeiten trat kürzlich auch die namensgebende Stiftung aus dem Projekt aus. Mit dem Niederländer von Son befindet sich das Desertec Industriekonsortium (DII) wieder unter klarer Führung.

Der Austritt der namensgebenden Desertec Stiftung aus dem Wüstenstromprojekt in Nordafrika war symptomatisch für die Streitigkeiten, die seit vielen Wochen zwischen den einzelnen Industrievertretern herrschten. In dem internen Machtkampf um die Führung und die Zukunft Desertecs hat sich nun der Niederländer Paul van Son durchgesetzt. Er übernimmt fortan die alleinige Geschäftsführung des DII. Aglaia Wieland wurde damit als Co-Chefin freigestellt.

Auch die Ziele Desertecs scheinen nun wieder klarer gesteckt zu sein. So herrschte zuvor Uneinigkeit darüber, ob mit den afrikanischen Photovoltaik- und Solarthermieanlagen ausschließlich die anliegenden Länder mit Strom versorgt werden sollten oder ob Wüstenstrom auch nach Europa exportiert werden sollte. Vor einigen Jahren wurde der Plan Strom auch nach Europa exportieren zu wollen publik und sorgte für eine große mediale Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt wegen dieses Plans stieg die Desertec-Stiftung, die Mitbegründer des Projekts war, aus dem Wüstenstrom Projekt aus. Insgesamt wurden schätzungsweise bereits 400 Milliarden Euro in das Projekt investiert. Von den ursprünglich 50 Partnern, sind allerdings nur noch 30 dabei.


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