Der persönliche Kampf um erneuerbare Energie

Sandra 22. Juli 2012 0


Die im deutschen Bonn angesiedelte und im Jahr 1998 gegründete SolarWorld AG ist einer der weltweit führenden Hersteller von Technik für Photovoltaik Anlagen. Die Produktionsstätte steht in Freiberg und eine zweite wird im amerikanischen Hilsboro betrieben. Nachdem SolarWorld im Jahr 2010 mit 87,3 Millionen Euro noch kräftige Gewinne fahren konnte, gab es 2011 einen gewaltigen Einbruch. Der Umsatz reduzierte sich um rund 250 Millionen Euro und das Unternehmen verzeichnete auf das Jahr einen Verlust von fast 300 Millionen Euro.

SolarWorld hat die Nutzung der regenerativen Energien der Sonne sogar an ungewöhnlichen Stellen möglich gemacht. 2008 kam das Unternehmen mit einer Sachspende an die Kirche positiv in die Schlagzeilen. Eine Solaranlage mit über 2.000 Modulen wurde beim Vatikan in Rom auf das Dach der Audienzhalle installiert. Das ist allein schon deshalb ein interessantes Projekt für erneuerbare Energie, weil dabei die gerundete Form des Daches nicht beeinträchtigt werden durfte.

Nun sorgen ungewöhnliche Maßnahmen der Geschäftsführung dafür, dass SolarWorld auch in Zukunft als fachkundiger Ansprechpartner für regenerative Energie erhalten bleibt. Frank Asbeck, seines Zeichens Geschäftsführer von SolarWorld, geht mit großem Enthusiasmus voran. Er will kein Gehalt haben, bis das Unternehmen wieder Gewinne schreibt. Das zeigt, wie sehr er von den Zukunftschancen seines Unternehmens überzeugt ist. Ob das die Aktionäre überzeugt, ist fraglich. Sie hatten Wertverluste bei ihren Aktien seit Jahresbeginn 2012 in Höhe von fast 75 Prozent hinnehmen müssen. Animieren lassen hat sich Frank Asbeck von Steve Jobs, der als Mitbegründer von Apple bei einer Krise des Konzerns einen ähnlichen Weg gegangen war.