Der Energiewende-Index bleibt auch im dritten Quartal negativ

Daniel Reissmann 22. September 2013 0


© apops - Fotolia.com

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Die Haltung der deutschen Wirtschaft bezüglich der Energiewende bleibt weiterhin negativ. Dies besagt der aktuell veröffentlichte Energiewende-Index der Deutschen Energieagentur und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Mit dem Instrument versuchen die Experten die Stimmung der deutschen Wirtschaft, gegenüber den Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende zu messen. Dafür werden jedes Quartal 2.000 Vorstände und Geschäftsführer, verschiedenster Branchen schriftlich zur Energiewende befragt. So lässt sich die Gesamtstimmungslage der deutschen Wirtschaft, bezüglich der deutschen Energiepolitik abbilden. Letztlich kann dadurch ein notwendiger Handlungsbedarf abgeleitet werden.

Die Stimmung verharrt auf niedrigem Niveau

Schon im zweiten Quartal fiel der Index verhältnismäßig schlecht aus. Diese Entwicklung setzte sich, laut den Ergebnissen, auch im dritten Quartal fort. So hat der Index einen Wert von 94,4 auf einer Skala von 0 (negativ) bis 200 (positiv) erreicht und liegt damit eher negativ als positiv. Rund 90 Prozent der befragten Unternehmen erwarten eine Reform des EEG. Zudem halten die Unternehmer ein verändertes Marktdesign und den Ausbau der Verteilnetze, im Zuge stärkerer Investitionsanreize, für am sinnvollsten. Weiterhin wird eine stärkere Bündelung der energiepolitischen Kompetenzen gefordert, wobei dies vor allem die Bundesebene betrifft. Trotzdessen hält die Mehrheit der Befragten ein Energieministerium für nicht unbedingt notwendig.

Die Prognose geht von einer Verbesserung aus

Für die nächsten zwölf Monate prognostiziert der Index eine leichte Verbesserung der Stimmung. Die befragten Unternehmen sehen vor allem die Perspektiven zur Versorgungssicherheit und zu geplanten Investitionsmaßnahmen etwas positiver. Grundsätzlich sind die Erwartungen an die Politik sehr deutlich. So hat die Reformierung des EEG für die Mehrheit der Befragten die oberste Priorität. Zudem dominieren weiterhin die umweltpolitischen Zielsetzungen, was letztlich auch so von der Politik erwartet wird. Insbesondere eine marktfreundlichere Umgestaltung des EEG, könnte den Index stark verbessern und so die Haltung der Unternehmen zur Energiewende stärker in den positiven Bereich befördern.


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