Das Problem bei der Windkraft: die Speicherung

admin 7. Juni 2012 0


Solarenergie und Windkraft haben ein Problem gemeinsam: Sie sichern durch die Abhängigkeit von den Wetterbedingungen keine durchgängige Versorgung. Regenerative Energien dieser Art mussten deshalb bisher von einer Energiegewinnung aus konventionellen Trägern ergänzt werden. Erste Ansätze zur Speicherung gibt es bereits durch die riesigen Akkus, die in Windkraftanlagen genutzt werden, bei denen vom Standort her keine direkte Übergabe des erzeugten Stroms in das öffentliche Netz möglich oder die Einrichtung einer solchen Schnittstelle zu kostenintensiv ist.

Eine zweite Möglichkeit zur Speicherung der aus Windkraft und Photovoltaik gewonnenen Energie ist die Kombination mit Pumpspeicherwerken aus dem Bereich der Wasserkraft sowie die Umwandlung in Wärme. Doch in beiden Fällen lässt der Grad der Effizienz noch sehr zu wünschen übrig, so dass die Wissenschaftler an weiteren Möglichkeiten getüftelt haben.

 

Und genau an dieser Stelle wagt sich jetzt E.on daran, eine Pionierrolle zu übernehmen. Ereignisort wird Falkenhagen in Brandenburg sein. Dort soll eine Testanlage zur Umwandlung der Windkraft entstehen. Als Speichermedium soll Wasserstoffgas dienen. Als Baubeginn gaben die künftigen Betreiber den Sommer 2012 an. Ziel der Anlage soll es sein, die an stürmischen Tagen entstehenden Überschüsse des Stromertrags für windarme Tage zu speichern. Noch ist die Technologie nicht ausgereift für die Speicherung. Deshalb wird das produzierte Wasserstoffgas an Ontras verkauft.

 

Das bleibt nicht die einzige Anlage dieser Art, denn auch der Automobilhersteller Audi hat sich dazu entschlossen, erneuerbare Energien in einem noch größeren Maßstab als bisher zu nutzen. Audi hat sich als Standort für seine Anlage das Emsland ausgesucht. Hier besteht die Zielstellung nicht in der Speicherung, sondern um (Zitat) „klimaneutrale Mobilität“.