Chinesischer Solarmodulexport nach Europa im zweiten Quartal deutlich angestiegen

admin 10. August 2013 0


Im zweiten Quartal haben die Solarmodulexporte chinesischer Firmen nach Europa deutlich angezogen. Das geht aus den Zahlen großer chinesischer Solarfirmen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Die von der EU beschlossenen Schutzzölle und der zwischen der EU und China gefundene Kompromiss im Solarstreit wurden hier allerdings noch nicht berücksichtigt.

Die Quartalszahlen der großen chinesischen Solarfirmen belegen es: Die Verkäufe von billigen Solarmodulen nach Europa hatten in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Für die europäische Solarbranche bedeutet die Billigkonkurrenz eine zunehmende Existenzbedrohung, der nicht wenige Firmen bereits zum Opfer gefallen sind. Angesichts der nun veröffentlichten Zahlen erscheint der Widerstand der europäischen Solarfirmen gegen die Billigexporte aus China als durchaus gerechtfertigt.

Zahlreiche Solarunternehmen, darunter auch Deutschlands größter und vor einigen Tagen vorerst vor der Pleite geretteter Solarkonzern Solarworld, machten sich für eine Begrenzung der chinesischen Dumping-Preise aus China und eine Einführung von Strafzöllen auf chinesische Solarmodule stark. Erst kürzlich hat sich die EU im Solarstreit mit China allerdings auf einen Kompromiss geeinigt, der unter anderem einen Mindestpreis für die chinesischen Exporte vorsieht. In wie weit sich dies auf die heimische Solarwirtschaft positiv auswirkt, ist allerdings noch nicht abzusehen. Nach wie vor befinden sich zahlreiche europäische Solarfirmen in Bedrängnis und blicken in eine ungewisse Zukunft.