China will den Bau von Atomkraftwerken wieder aufnehmen

admin 1. November 2012 0


2011 plante China ein ambitioniertes Projekt um seinen Energiehunger zu decken. Durch den Bau von mehreren Dutzend Atomkraftwerken sollte dies bewerkstelligt werden, doch durch den Fukushima-Vorfall vergangenen Jahres fielen die Pläne fürs erste auf Eis. Nachdem das Nuklearprogramm einer Prüfung unterzogen wurde, wurde die Planungsweise des Baus neuer Atomkraftwerke verändert. Das Tempo für den Bau der Atomkraftwerke wurde gedrosselt und ein neuer Fokus auf den Bereich Sicherheit gesetzt.

Neben dem Plan für die Entwicklung von Atomenergie bis 2020, wurde auch ein neuer Plan für die Nuklearsicherheit von der Regierungverabschiedet. Neue Atomkraftwerke müssen zukünftig die Sicherheitsstandards der Kraftwerke dritter Generation entsprechen, zurzeit befinden sich Chinas 14 Kraftwerke auf dem Standard der zweiten Generation.

Es werden bis 2015 nur einige wenige Atomkraftwerke gebaut werden. Gründe von offizieller Seite wurden bisher nicht genannt, doch spielt das Erdbebenrisiko und die damit vorhanden Sicherheit eine anzunehmende Rolle. Trotz des Unfalls in Fukushima setzt China weiterhin auf Atomkraft, obwohl das Problem der Endlagerung noch nicht gelöst ist. Chinas Stromnetz wird momentan zu 80% von umweltverschmutzenden Kohlekraftwerken gespeist. Regenerative Energien wie Wind- und Solarenergie werden zwar gefördert, befinden sich jedoch momentan in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Regierung sieht aufgrund des steigenden Energieverbrauchs keine alternative Lösung zur Nuklearenergie.