China stoppt Bau von Uran-Wiederaufbereitungsanlage

admin 14. Juli 2013 0


China hat die Pläne zum Bau einer Uran-Wiederaufbereitungsanlage in der südchinesischen Provinz Guangdong auf Eis gelegt. Die Regierung ging damit auf Proteste von Anwohnern ein, die vor der Stadtverwaltung gegen das Projekt demonstrierten. Schon mehrfach konnte der Bau von umweltschädlichen Chemiewerken und Wiederaufbereitungsanlagen durch die chinesische Regierung verhindert werden.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, gelang es Protestanten in der südchinesischen Provinz Guangdong die Pläne der chinesischen Regierung für den Bau einer Uran-Wiederaufbereitungsanlage zu stoppen. Mehrere hundert Menschen demonstrierten vor dem Büro der Stadtverwaltung und erreichten schließlich, dass die Pläne für die umgerechnet etwa 6 Milliarden Dollar teure Anlage auf Eis gelegt wurden.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die chinesischen Behörden die Entscheidung mit den Worten „Aus Respekt vor dem Willen des Volkes“ begründen, wie aus der Webseite der Stadtverwaltung von Heshan hervorgeht. Generell lässt sich feststellen, dass bereits mehrere – die Umwelt betreffende – Projekte der chinesischen Regierung von der Bevölkerung erfolgreich verhindert werden konnten. Ob man hierin einen Indikator für ein gesteigertes Umweltbewusstsein in der Bevölkerung, gar eine zarte Demokratisierung Chinas oder schlicht politisches Kalkül sehen muss, ist allerdings schwer zu sagen. China setzt nach wie vor stark auf Atomkraft. Mehr als ein Dutzend Reaktoren befinden sich derzeit im Bau oder in Planung.