Archiv der Kategorie: Windenergie

Auf engstem Raum – Windparks ineffizienter als angenommen

Die Windkraft ist eine der zentralen Energieformen für die Energiewende und hat mit rund 9 Prozent schon heut einen großen Anteil an der deutschen Bruttostromerzeugung eingenommen. Dabei werden die Windkrafträder immer gewaltiger, da auch die Nachfrage nach der schier unerschöpflichen Energie des Windes rasant zunimmt. Bisher funktionierte dies nach der Devise: Je größer ein Windrad, desto mehr Strom produziert es auch. Erst bei einer Leistung von sieben Watt pro Quadratmeter, so die bisherige Ansicht, führen Ineffizienzen dazu, dass ein weiter Leistungsausbau nicht mehr sinnvoll wäre. Neueste Forschungsergebnisse legen allerdings nahe, dass größere Windräder bereits bei einer viel geringeren Leistung ineffizient werden, insbesondere wenn diese sich in Windparks befinden. Auf engstem Raum – Windparks ineffizienter als angenommen weiterlesen

Die Windanlage in der Nachbarschaft – wie hoch ist die Akzeptanz wirklich?

Neben der Energiegewinnung aus Sonnenenergie ist vor allem die Windkraft eine der günstigsten und umweltfreundlichsten Formen der erneuerbaren Energien. Die Fachliteratur weist immer wieder darauf hin, dass die Windkraft, auch im Vergleich mit den anderen regenerativen Energieträgern, in Sachen Nachhaltigkeit heraussticht. So ist Wind, aus menschlichem Blickwinkel, unbegrenzt verfügbar und zudem unerschöpflich. Mit einem ökobilanziellen Ausstoß von Kohlenstoffdioxid in Höhe von 9,4 g pro Kilowattstunde Strom ist die Windkraft auch besonders schadstoffarm. Daneben bergen Windkraftanlagen kaum eine Gefahr für Unfälle, anders als es beispielsweise bei Kernkraftwerken der Fall ist. Trotz der vielen positiven Eigenschaften der Windenergie formieren sich immer wieder Bürgerinitiativen gegen Windkraftanlagen, insbesondere dann, wenn diese in direkter Nachbarschaft errichtet werden sollen. Doch ist der Widerstand wirklich so hoch oder wirkt dies nur so? Die Windanlage in der Nachbarschaft – wie hoch ist die Akzeptanz wirklich? weiterlesen

Wertschöpfung in der Region halten: Thüringen will Kommunen stärker an Windkraftprojekten beteiligen

Es wird immer wieder gern als Argument für die Energiewende aufgeführt: Die Dezentralität der neuen Energieformen bringt mehr Wertschöpfung in klamme Kommunen und kann vor allem in ländlichen Regionen für enorme ökonomische Vorteile sorgen. Darunter fallen sowohl regionale Arbeitsplätze, als auch eine Vielzahl an Kommunalsteuern bis hin zu Einkommensteuern, die durch die neuen Arbeitsplätze resultieren. Kommunen können dadurch ihre Leistungserbringung steigern, da schlicht mehr Geld in die Kassen fließt. Dieser Effekt der erneuerbaren Energien ist weitgehend unbestritten und auch durch einige wissenschaftliche Analysen belegt. Das Land Thüringen plant nun allerdings die Kommunen noch stärker zu beteiligen. Wertschöpfung in der Region halten: Thüringen will Kommunen stärker an Windkraftprojekten beteiligen weiterlesen

Zeitenwende bei den großen Energieversorgern

Der Atomausstieg und die immer unrentabler werdenden Gas- und Kohlekraftwerke zwingen die großen Energieversorger, wie RWE oder Vattenfall, dazu, ihren Fokus auf andere Einnahmemöglichkeiten zu lenken. Jüngst scheinen sich die Konzerne vor allem der Offshore-Windkraft verschrieben zu haben. Großprojekte, die insbesondere vor der deutschen Nordseeküste entstehen, bestätigen diese Vermutung. Der Essener Energieriese RWE hat beispielsweise eine eigene Unternehmenssparte namens RWE Innogy gegründet, die sich ausschließlich dem Bereich der erneuerbaren Energien widmet. Begonnen hat RWE Innogy einst vor der Küste Nordwales mit dem Wind Park North Hoyle. Die Attraktiven Vergütungen durch das deutsche EEG führen allerdings dazu, dass RWE wieder verstärkt entlang der deutschen Küste projektiert. Zeitenwende bei den großen Energieversorgern weiterlesen

Jobmotor erneuerbare Energien: Neue Studie zeigt Wachstum auf dem Arbeitsmarkt für Erneuerbare

Weltweit wächst die erneuerbare Energien Branche beinahe ununterbrochen. Das zeigt sich unter Anderem auch an Zahlen des globalen Arbeitsmarktes. So waren im vergangenen Jahr rund 6,5 Millionen Menschen in der Branche beschäftigt. Ein satter Anstieg um 14 Prozent zum Jahr 2012, als nur 5,7 Millionen Menschen in der Branche angestellt waren. Die Zahlen gehen auf eine aktuelle Studie der International Renewable Energy Agency (IRENA) zurück. So zeigt die Studie auch, dass vor allem der chinesische Markt überproportional im Bereich regenerativer Energien wächst. Laut IRENA-Direktor Adnan Z. Amin ist die Branche mittlerweile keine Nische mehr, sondern ein bedeutender globaler Arbeitsmarkt. Jobmotor erneuerbare Energien: Neue Studie zeigt Wachstum auf dem Arbeitsmarkt für Erneuerbare weiterlesen

EEG-Novelle: Bald Windstille im Süden?

Das kommende Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht nach jetzigem Stand geringere Einspeisevergütungen für die erneuerbaren Energien vor. Insbesondere die Windkraft wird davon betroffen sein, geht es nach den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD). Viele Experten befürchten allerdings, dass das novellierte EEG zu einem Ausbaustopp von Windenergieanlagen, insbesondere an windarmen Standorten, wie sie öfters in Süddeutschland anzutreffen sind, führen könnte. Am vergangenen Donnerstag hat die Denkfabrik Agora Energiewende eine Studie veröffentlicht in der Bedenken zum aktuellen Modell geäußert werden. Die Experten des renommierten Think Tanks, bei welchem Staatssekretär Rainer Baake zuletzt Direktor war, schlagen ein alternatives Modell vor, welches den Strompreis nur minimal erhöhen soll. EEG-Novelle: Bald Windstille im Süden? weiterlesen

Hamburger Windanlagenhersteller wechselt den Namen

© F.Schmidt - Fotolia.com
© F.Schmidt – Fotolia.com

REpower Systems SE, dieser Name war bisher ein Begriff in der Branche der Hersteller von Windenergieanlagen, doch nicht mehr lange, denn zum neuen Jahr hat das Hamburger Unternehmen seinen Namen geändert. 2014 beginnt für REpower Systems demnach nun unter dem neuen Namen Senvion SE. Das Unternehmen, das eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Suzlon Gruppe, dem fünftgrößten Windenergiehersteller weltweit, ist, zeigt mit seinem neuen Namen, Hamburger Windanlagenhersteller wechselt den Namen weiterlesen

Bayern und die Windkraft: Seehofers Fahne weht im Wind

In Süddeutschland sorgt vor allem die Windkraft immer wieder für Diskussionen. Es ist durchaus bekannt, dass gerade der Süden der Bundesrepublik für Windenergie eher ungeeignet ist. Abgesehen von windhöffigen Gebieten, wie beispielsweise auf Berggipfeln ist der Großteil der Bundesländer im Süden eher für Solarenergie geeignet. Nichtdestotrotz will man die Windenergie, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, weiterhin im Energiemix behalten. Während die Diskussion in Baden-Württemberg, aufgrund relativ unproblematischer Bestimmungen für die Ausweisung von Flächen für Windräder, recht einstimmig verläuft, wird in Bayern hart diskutiert. Die Pläne von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sind dafür idealer Zündstoff. Bayern und die Windkraft: Seehofers Fahne weht im Wind weiterlesen

Repower liefert 52 Windturbinen nach Australien

Der Hamburger Windanlagen-Bauer Repower hat sein bisher größtes Geschäft in Australien an Land gezogen. Das Unternehmen wird 2014 insgesamt 52 Turbinen nach Down Under liefern. Die Turbinen werden eine Gesamtleistung von 107 Megawatt Leistung haben und mehr als 62.000 Haushalte mit Strom versorgen können.

© Marcus Klepper - Fotolia.com
© Marcus Klepper – Fotolia.com

Das Hamburger Windanlagen-Unternehmen Repower – mittlerweile eine Tochter der indischen Suzlon-Gruppe hat nach eigenen Angaben seinen bisher größten Deal in Australien abgeschlossen. Wie aus dem bereits unterschriebenen Vertrag hervorgeht wird Repower bis 2014 insgesamt 52 Windturbinen nach Australien liefern. Diese werden eine Gesamtleistung von 107 Megawatt aufbringen können. Damit wird der australische Bald Hills-Windpark in Victoria nach seiner Fertigstellung mehr als 62.000 Haushalte mit Strom versorgen können.

Über das genaue Auftragsvolumen hält sich Repower noch bedeckt, es dürfte sich aber um eine Größenordnung von etwa 100 Millionen Euro handeln. Der Vertrag bezieht sich dabei nicht nur auf die Lieferung der Windturbinen, sondern umfasst außerdem eine Wartung der Anlagen für die nächsten 10 Jahre. Darüber hinaus kann der Vertrag um weitere 5 Jahre verlängert werden.

Sämtliche Windturbinen sollen schon im Frühsommer nach Down Under geliefert werden. Rund ein Jahr später sollen die Windturbinen in Betrieb genommen und der australische Bald Hills-Windpark offiziell eingeweiht werden können. Bis dahin wird der Name Repower allerdings Geschichte sein, denn das Unternehmen plant sich in Senvion umzubenennen. Grund hierfür sind Namensstreitigkeiten mit dem Schweizer Energiekonzern Repower.

Dänischer Energieversorger Dong Energy investiert 2,2 Milliarden Euro in Offshore-Windparks

Der dänische Energieversorger Dong Energy hat das größte Projekt seiner Firmengeschichte beschlossen. Der Versorger will insgesamt 2,2 Milliarden Euro in die beiden Offshore Windparks Gode Wind 1 und Gode Wind 2 in der Nordsee investieren. Die Turbinen werden von Siemens geliefert.

© F.Schmidt - Fotolia.com
© F.Schmidt – Fotolia.com

Es ist die mit Abstand größte Investition der Firmengeschichte: Der dänische Energieversorger Dong Energy hat sich dazu entschlossen insgesamt 2,2 Milliarden Euro in zwei Windpark Projekte in der Nordsee zu investieren. So sollen die beiden Windparks Gode Wind 1 und Gode Wind 2 entstehen, die eine Gesamtleistung von 582 Megawatt aufweisen. Dong-Vorstand Samuel Leupold sagte zu dem Projekt: „Der Bau der 582 Megawatt großen Gode Wind-Projekte ist unser größtes jemals getätigtes Investment.“

Schon 2015 soll der Bau des Windparks, etwa 45 Kilometer vor der Küste, abgeschlossen sein. Die Inbetriebnahme folgt im Jahr 2016 durch den Netzbetreiber Tennet. Nach seiner Fertigstellung soll der Windpark rund 600.000 Haushalte mit Strom versorgen können. Für die kommenden 10 Jahre möchte sich Dong Energy damit noch eine feste Einspeisevergütung sichern. Allerdings wünscht sich Dong Energy von der Politik auch für die Zeit danach klare Verhältnisse. So sagte Leupold: „Langfristige Voraussicht ist auch die Voraussetzung, um weiterhin das notwendige Kapital von zum Beispiel Pensionskassen oder Infrastrukturfonds zu erhalten, das für die Modernisierung des deutschen Erzeugungsparks notwendig sein wird.“