Archiv der Kategorie: Strompreis

Stromexport auf Rekordniveau

Deutscher Strom ist im Ausland begehrt, so legt es zumindest eine aktuelle Untersuchung des Think Tanks Agora Energiewende nahe. Laut dem Berliner Unternehmen lieferte Deutschland im ersten Halbjahr 2015 rund 25 Terrawattstunden ins Ausland, sechs TWh mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Grund ist die hohe Produktion an erneuerbaren Strom, insbesondere bei der Windenergie die im ersten Halbjahr allein 40 TWh zum gesamten deutschen Stromverbrauch beisteuerte. Die Kohlekraft leidet indes unter dem immer stärker werdenden Preisdruck, versucht sich allerdings auch mit Stromexporten zu helfen.  Weiterhin sind es die erneuerbaren Energien, die auch beim Anteil an Deutschlands Stromverbrauch zulegen, mit 31,4 Prozent im ersten Halbjahr 2015 wurde wieder eine neue Rekordmarke erreicht. Stromexport auf Rekordniveau weiterlesen

Der Winter kommt…

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Jeder möchte seine laufenden Betriebskosten so günstig wie nur möglich halten. Der Strom macht einen großen Teil an den monatlichen Kosten aus. Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen, da die unterschiedlichen Stromanbieter dem Kunden verschiedene Boni anbieten. Wer den Stromanbieter wechselt sollte vorher vergleichen. Je nach Verbrauch gibt es Pakete, die dem Kunden viele Vorteile bieten.

So läuft der Vergleich ab

Im Internet findet man Plattformen, auf denen die Stromanbieter direkt verglichen werden können. Wie hoch der Strompreis ausfällt, kommt auf viele Faktoren an. Es zählt die Haushaltsgröße, also die Gesamtzahl der Personen, die im Haushalt leben. Weiters kommt es auf die Zahlungsweise an. Jährliche Zahlungen sind günstiger, als wenn man den Strom monatlich bezahlt. Natürlich wird auch Ökostrom angeboten. Neukunden bekommen bei vielen Anbietern einen Bonus, dieser kann in Form von Gratisstrom über einen bestimmten Zeitraum oder eine finanzielle Vergünstigung sein. Eine Preisgarantie wird von vielen Anbietern gewährt, das bedeutet für den Kunden, dass er, wenn der Strompreis erhöht wird, davon nicht betroffen ist.

Sondervereinbarungen

Bei der Berechnung des günstigeren Strompreises kommt es auf die Nutzung an. Wird der Strom für einen Privathaushalt oder einen Gewerbebetrieb benötigt. Weiters gibt es Tarife, bei denen eine Kaution verlangt wird. Diese ersetzt eine Bonitätsprüfung. Anders als bei Mietkautionen wird diese Kaution nicht verzinst. Geht der Anbieter in Konkurs, verliert der Kunde die Kaution. Weiters gibt es Tarife, die mit einem Mehr- oder Minderverbrauchsaufschlag verbunden sind. Diese sollten nur dann gewählt werden, wenn man seinen eigenen Stromverbrauch gut einschätzen kann. Generell ist es beim Stromanbieter-Vergleich wichtig, dass man seinen Jahresverbrauch bereits kennt. So ist die Auswahl viel leichter und der Kunde kann den Anbieter wählen, der das passende Paket für ihn hat.

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Nützliche Tipps zum Thema Anbieterwechsel

Das Thema Strompreiserhöhungen war in den vergangenen Jahren mehr als präsent bei uns in Deutschland. Nicht zuletzt die Erhöhungen der EEG Umlage zur Förderung von Ökostrom sorgten immer wieder für Aufruhr und Diskussionen. Die Stromanbieter erhöhen ihre Preise allerdings in regelmäßigen Abständen, egal ob mit oder ohne Erhöhung der EEG Umlage. Viele nutzen die schlechte Presse, die gegenüber der Energiewende und der Förderung von erneuerbaren Energien gemacht wird, sogar, um so die Preise erhöhen zu können und der Energiewende dafür die Schuld in die Schuhe schieben zu können. Selbst wenn die Einkaufspreise beim Strom sinken, bekommen die Verbraucher in den meisten Fällen davon rein gar nichts zu spüren.

© Marcus Klepper - Fotolia.com
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Wer nach einem neuen Anbieter sucht, sei es, weil er mit seinem bisherigen nicht mehr zufrieden war, oder weil aufgrund eines Umzugs eine neue Anmeldung bei einem Versorger nötig ist, tut gut daran, sich besonders gut über die Angebote auf dem Markt zu informieren und so versteckte Fallen zu vermeiden. Nützliche Tipps zum Stromvergleich erhalten Sie hier zum Beispiel. Das Internet ist sowieso in diesem Fall eine gute Informationsquelle, wobei man allerdings auch hier darauf achten sollte, nicht an die falsche Adresse zu geraten. Wer neutral beraten werden möchte, sollte sich an eine namhafte und objektive Seite wenden.

Viele Verbraucher entscheiden sich inzwischen für den Bezug von Ökostrom, doch man sollte auch in diesem Fall darauf achten, dass der Anbieter lupenrein sauber ist. Nicht jeder, der Ökostrom im Angebot hat, liefert diesen auch zu hundert Prozent. Um hier eine genaue Gewissheit über die Zuverlässigkeit der Angaben eines Anbieters zu erlangen, lohnt es sich, bei zertifizierten Adressen wie der Stiftung Warentest noch einmal genau nachzuforschen und sich ein paar Bewertungen in Bezug auf den Anbieter durchzulesen. Ebenso wichtig: Preisgarantien für einen zuvor festgelegten Zeitraum. Der Preis sollte für mindestens ein Jahr nach Vertragsabschluss der gleiche bleiben, so dass man nicht kurz nach dem Abschließen des Vertrags eine böse Überraschung erlebt und direkt mehr zahlen muss. Wer im Großen und Ganzen auf seinen gesunden Menschenverstand achtet und dubiose Angebote von vornherein ausschließt, dürfte sich letztendlich aber auf der sicheren Seite befinden und einen guten Anbieter ausfindig machen.

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Reale Strompreisbremse oder politische Illusion?

Es ist eines der meist diskutierten Probleme der Energiewende. Der Anstieg des Strompreises der in jüngster Vergangenheit beinahe an eine Kostenexplosion grenzt. Geht man von einem durchschnittlichen Drei-Personen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr aus. So stieg der durchschnittliche Preis für Elektrizität von ca. 17 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 1998 auf über 28 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2013. Ein enormer Anstieg um beinahe 65 Prozent zum Basisjahr 1998. Besonders stark war der Anstieg seit 2007. Eine Korrelation mit der Förderung durch das EEG ist daher nicht zu übersehen. Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, persönlich für eine Kostenbegrenzung zu sorgen, insbesondere durch eine deutliche Senkung der EEG-Umlage. Ob das möglich ist hinterfragt eine noch nicht veröffentlichte Studie. Das Ergebnis ist ernüchternd. Reale Strompreisbremse oder politische Illusion? weiterlesen

Es kommt noch teurer: Neue Zwangsumlage für den Einsatz von Smart Meter geplant

Laut aktuellen Informationen des SPIEGEL müssen Stromkunden im kommenden Jahr mit zusätzlichen Stromkosten rechnen. Grund ist, die geplante flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler, sogenannter Smart Meter. Bis 2022 müssten die Bürger, laut Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums, 10,4 Milliarden Euro über die Umlage zur Einführung der Smart Meter aufbringen. Am Donnerstag legte das Bundeswirtschaftsministerium das Konzept zur geplanten Smart Meter Finanzierung vor. So muss jeder Haushalt der im Moment noch mit einem einfachen Stromzähler ausgestattet ist, trotzdem acht Euro zusätzlich im Jahr bezahlen. Bei Neubauten und Modernisierungen, bei denen der Einbau eines Smart Meter obligatorisch ist, müssen sogar mit 72 Euro jährlichen Zusatzkosten rechnen. Dies gilt auch für Anwohner, welche bereits über Wärmepumpen, Solaranlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) verfügen. Es kommt noch teurer: Neue Zwangsumlage für den Einsatz von Smart Meter geplant weiterlesen

EEG Umlage steigt auf 6,24 Cent je Kilowattstunde

Jetzt ist es offiziell. Nachdem bereits im Vorfeld in Branchenkreisen von einer Erhöhung der EEG Umlage von etwa einen Cent gesprochen worden war, gaben die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz nun die Ökostromumlage für 2014 bekannt. Diese wird bei 6,24 Cent je Kilowattstunde liegen.

© Thorsten Schier - Fotolia.com
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Bereits vergangene Woche konnte man aus Branchenkreisen vernehmen, dass auch 2014 mit einem deutlichen Anstieg der EEG Umlage zu rechnen sein wird. Jetzt kündigten die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz die Erhöhung der EEG-Umlage für das Jahr 2014 offiziell an. Die Umlage steigt um rund 0,94 Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2014 an.

Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr müssen mit jährlichem Mehrkosten von etwa 40 Euro rechnen. Als Grund für die Erhöhung gaben die Netzbetreiber an: „Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert.“ Der Ausbau an Wind- und Solarenergie dürfte allerdings nicht der alleinige Grund für die Erhöhung der Ökostromumlage sein – immerhin fiel dieser deutlich geringer aus als erwartet.

Vielmehr ist auch der stark gesunkene Börsenstrompreis für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich. Wenn der Preis für Strom an der Börse niedrig ist, dann muss die Differenz zur festgelegten Einspeisevergütung mittels der EEG-Umlage beglichen werden. Die EEG-Umlage wird von allen Privathaushalten gleichermaßen gezahlt. Lediglich industrielle Großverbraucher profitieren teilweise von Ausnahmeregelungen.

Ökostromumlage steigt auf 6,3 Cent je Kilowattstunde

Die Ökostromumlage wird 2014 auf einen neuen Rekordwert von 6,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das entspricht einem Preisanstieg von etwa einem Cent. Die Erhöhung der Umlage fällt damit allerdings noch geringer aus als von vielen befürchtet. Offiziell wird die Ökostromumlage für 2014 erst am 15. Oktober bekanntgegeben, der Deutsche Presse-Agentur liegen aber bereits jetzt entsprechende Zahlen vor.

EEG - Umlage
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Dass die EEG-Umlage auch 2014 wieder deutlich steigen würde, war allen Branchenkennern klar. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfahren hat, wird die Umlage etwa um 1 Cent auf 6,3 Cent je Kilowattstunde steigen. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen 2014 damit rund 35 Euro mehr an Stromkosten zu. Offiziell verkündet wird die EEG-Umlage für 2014 allerdings erst am 15. Oktober von den vier Übertragungsnetzbetreibern.

Der Anstieg der Ökostromumlage von einem Cent fällt niedriger aus als von vielen Branchenkennern befürchtet. So war ein Anstieg auf bis zu 7 Cent möglich. Grund für den vergleichsweise geringen Anstieg ist der etwas geringere Ausbau von Wind- und Solaranlagen. Dass die Umlage dennoch weiter gestiegen ist, hängt nicht nur mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern vielmehr auch mit dem sinkenden Börsenstrompreis zusammen. Ist der Börsenstrompreis niedrig, wird die Differenz zu den festgelegten Einspeisevergütungen von Ökostrom automatisch höher – die EEG-Umlage steigt. Umgekehrt kritisieren Verbraucherschätzer immer wieder, dass die Energieversorger die gesunkenen Kosten beim Stromeinkauf nur ungenügend an die Verbraucher weitergeben.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück stellt 10-Punkte Sofortprogramm zur Senkung des Strompreis vor

Die Energieversorgung und die Entwicklung der Strompreise in Deutschland werden nun zum Wahlkampfthema gemacht. Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat unter der Woche ein sog. 10-Punkte Sofortprogramm präsentiert.

Die Energieerzeugung/-versorgung ist seit jeher ein beliebtes Thema in der deutschen Politik. Seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 hat die Politik ihren Worten auch Taten folgen lassen und mehrere deutsche Atomkraftwerke abschalten lassen. Auch das Gesellschaftsprojekt Energiewende wird in regelmäßigen Abständen von Politikern öffentlich diskutiert, doch nicht nur die Versorgung bzw. Erzeugung steht dabei im Fokus, auch der Strompreis ist ein beliebtes Thema. Vor allem in Zeiten einer steigenden EEG-Umlage versuchen Politiker dieses Thema nun medienwirksam für den eigenen Wahlkampf zu nutzen, so auch SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der diese Woche ein Zehn-Punkte-Sofortprogramm vorgestellt hat und damit den steigenden Strompreisen entgegenwirken möchte.

Hauptmerkmale dieses Programms ist eine 25-prozentige Absenkung der Stromsteuer sowie eine grundlegende Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Durch den Stopp der Übersubventionierung regenerativer Energien hofft die SPD eine Milliarde Euro einsparen zu können. Vom ehemaligen SPD-Spitzenkandidaten Frank Walter Steinmeier erhält Steinbrück Rückendeckung:

Die Wahrheit muss auf den Tisch. Die Verbraucher werden die Zeche zu zahlen haben, für das ständige Hin und Her dieser Bundesregierung in der Energiepolitik

Das gesamte Zehn-Punkte-Programm findet ihr hier.

Stromsparen mit dem Stromtarifvergleich

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, solange alles läuft wie es soll besteht grundsätzlich kein Anlass etwas zu verändern. Wozu auch, es läuft ja alles prima. Die Wenigsten möchten ihre Gewohnheiten optimieren bzw. etwas Neues ausprobieren. Kaum jemand prüft regelmäßig seine Versicherungspolicen, kaum jemand passt seinen Mobilfunktarif  von alleine an und kaum jemand wechselt den Stromanbieter. Gerade letzteres ist heutzutage kaum zu glauben aber wahr.

Bei einem Grundbedürfnis wie der Energieversorgung welches sogar gesetzlich geregelt ist, fällt die Wechselbereitschaft äußerst niedrig aus und dies lässt sich auch in Zahlen ausdrücken. Rd. 70 Prozent der Privathaushalte in Deutschland haben noch nie ihren Stromanbieter gewechselt, zu groß ist die Angst davor zum Wechseldatum im Dunkeln zu sitzen. Anders herum gesagt, erst jeder dritte Haushalt hat sich seit 1999 getraut seinen Anbieter zu wechseln, dank der Liberalisierung des Energiemarkts ist dies bereits seit über 13 Jahren möglich. Die Zahl wird umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen führt wie simpel und einfach der Anbieterwechsel mittlerweile geworden ist – dem Internet sei Dank. Mit der richtigen Vorbereitung, d.h. Informationen zu den letzten 2-3 Jahresverbräuchen und der Zählernummer ist der Wechsel binnen 15 Minuten ganz einfach online durchgeführt. Von der ganzen Abwicklung im Hintergrund, d.h. Kündigung des Alt-Anbieters usw., bekommt der Kunde gar nichts mit.

Auch die Frage welcher Anbieter nun der „beste“, „günstigste“ oder der mit dem „grünsten“ Strom ist, lässt sich dank Vergleichsportalen kinderleicht herausfinden. Der Stromtarifvergleich erfolgt ganz bequem via Eingabemaske, dort kann man neben den Basisinformationen zum geschätzten Jahresverbrauch auch weitere Optionen auswählen wie Zahlungsart, Preisgarantie, Vertragslaufzeit etc.

Selbst unabhängige Organisationen wie der Verbraucherschutz oder Stiftung Warentest raten sogar die (eigenen) Strompreise/-tarife regelmäßig zu vergleichen und den Anbieter bei Bedarf zu wechseln. Denn mit dem Stromanbieterwechsel können Verbraucher nicht nur bares Geld sparen, sondern vor allem aktiv etwas für die Umwelt tun und letztendlich führt eine höhere Wechselrate auch zu mehr Wettbewerb im Strommarkt, was in der Regel wiederum tendenziell mit sinkenden Preisen verbunden ist.