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Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

EEG-Umlage und Energiewende: Derzeitiger Stand und Aussichten

Die Energie-Umlage könnte kurzfristig teurer werden. Langfristig ist jedoch ein Abfallen der Strompreise absehbar. Die Energiewende ist trotzdem noch so weit fortgeschritten, wie gewünscht und geplant. Mehrere Faktoren sind dafür verantwortlich. Privatverbraucher können jedoch einiges beitragen.  

Ein Großteil des Weges zur Energiewende steht noch bevor. Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Erneuerbare Energien sind in Deutschland weiterhin erfolgreich. Die Energie-Umlage sorgt allerdings dafür, dass die Strompreise zumindest kurzfristig ansteigen. Davon geht die Berliner Denkfabrik Agora Energiewende in ihrer neuesten Studie aus. Die durchschnittlichen Strompreise werden demnach um 1,4 Prozent auf 30 Cent pro Kilowattstunde steigen. Die Gründe liegen allerdings nicht bei den erneuerbaren Energien, sondern bei teuren Rohstoffen wie z.B.:

• Erdöl
• Kohle
• Erdgas

Das Ausschreibungsverfahren, ein höheres Wettbewerbsniveau und niedrigere Zuschlagspreise sollen entsprechend für niedrigere Strompreise sorgen. Sonnen- und Windenergie könnten also langfristig günstiger werden.

Energiewende: Wo stehen wir?

Dass die Energiewende zunehmend größere Erfolge erzielt, zeigt sich auch am Anteil, den die erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch und Gesamtstromerzeugnisse im Jahr 2017 hatten:

• Der Anteil von Wind-, Wasser-, Bio- und Sonnenenergie am Gesamtstromverbrauch betrug 36,1 Prozent
• Anteil der erneuerbaren Energien am erzeugten Strom betrug 33,1 Prozent

Deutlich wird auch, dass neu entstehende Anlagen, die Strom erzeugen, günstiger werden, auch wenn für den Übergang natürlich althergebrachte Energieerzeuger wie z.B. Gaskraftwerker benötigt werden.
Erst in wenigen Jahren, wahrscheinlich um 2020 herum, wird sich herausstellen, welche Vorzüge die Energiewende wirklich mit sich bringt.

Statistik: Höhe der EEG-Umlage für Haushaltsstromkunden in Deutschland bis 2018. Quelle: netztransparenz.de

Energiewende: Wie geht es weiter?

 

Wo genau die Energiewende letztendlich hinführt, bleibt weiterhin jedoch unklar, was zu großen Frustrationen in der Energiewirtschaft führt. Vertreter des Energiesektors wünschen sich vor allem von der Bundesregierung eine konkretere Planung. Ein präziser Plan ist insbesondere notwendig, um alternative Arbeitsplätze für diejenigen Arbeitnehmer zu schaffen, die noch in der althergebrachten fossilen Energiegewinnung arbeiten. Die Förderungen von Gebäudesanierungen und der Elektromobilität schreiten ebenfalls noch nicht schnell genug voran. Die unsichere Planung sorgt weiterhin dafür, dass Investitionen in den neuen Energiesektoren stagnieren.

Energiewende: Was kann ich tun? 

Die Politik mag zwar weiterhin zögern, wenn es um eine präzise Planung und deutliche Entscheidungsfindung geht, dennoch kann der individuelle Verbraucher etwas zur Energiewende beitragen. Hier einige Anknüpfungspunkte:

Maßnahme Wie sie helfen können
Ökostrom Verbraucher, denen die Energiewende am Herzen liegt, sollten darauf achten, dass ihr Ökostromanbieter ebenfalls darauf abzielt. Manche Anbieter, die sich mit einem entsprechenden Label brüskieren, unterstützen in Wahrheit keine regenerativen Kraftwerke. Zwar finanziert eigentlich jeder Verbraucher die EEG-Umlage mit, aber nur wer gezielt vorgeht und nach entsprechenden Anbietern sucht, sorgt für eine grüne Wirtschaft und unabhängige sowie überlebensfähige Anlagen.
Photovoltaik Privatverbraucher können sich eine Solar- bzw. Photovoltaikanlage auf das Hausdach montieren lassen. Der daraus entstehende Strom kann der Betreiber für seine eigenen Zwecke verwenden oder in das öffentliche Stromnetz einspeisen und an Energieversorger verkaufen.
Solarthermie Im Gegensatz zur privaten Photovoltaikanlage wird kein Strom erzeugt, sondern Wärme- und Heizenergie, mit der Verbraucher künftig sparsamer heizen und Wasser erhitzen können.
Wärmedämmung Eine ordentliche Wärmedämmung und eine Sanierung von Wänden und Dächern sorgen dafür, dass Wärme im Winter nicht schnell und in einem großen Maße entweicht, sondern innerhalb der vier Wände bleibt, wo sie hingehört.

Tabelle: Einiges können Verbraucher selbstständig tun, um die Energiewände zu unterstützen. Gleichzeitig können sie Strom und Energie sparen. Einige dieser Maßnahmen bringen finanzielle Vorteile, werden staatlich gefördert und erhöhen sogar den Wert von Wohneigentum und Immobilien generell. Natürlich können auch private Unternehmen solche Schritte ausführen, was als Bonus sogar ein positives Image mit sich bringt.

Weitere Herausforderungen der Energiewende

Mit der Umstellung der Kraftwerke und der Energieerzeuger kann die Energiewende allerdings nicht allein gemanagt werden. Weil der Strom dezentral von mehreren einzelnen Anlagen erzeugt wird, anstatt von zentralen Kraftwerken, muss das Energienetz entsprechend umgebaut werden. Zudem kommt es immer zu Schwankungen, wenn Energienetze stark vom Wetter abhängig sind. Bessere Speichermöglichkeiten sind notwendig, um solche Schwankungen immer wieder auszugleichen. Intelligente Stromnetze sollen dagegen dafür sorgen, dass eventuelle Engpässe vermieden werden und eine ausreichende Stromversorgung für alle Haushalte gewährleistet wird.

Warum ist die Energiewende notwendig? 

Die Fortschritte der Energiewende bleiben weiterhin ernüchternd und die Klimaschutzziele außer Reichweite. Dabei sind die Energiewende und die damit einhergehenden technischen Veränderungen und Weiterentwicklungen dringend notwendig. Nicht nur der Umwelt willen, sondern auch um die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands und den Wohlstand weiterhin zu gewährleisten. Aus folgenden Gründen:

  • zunehmend schwankende Ölpreise
  • hohe Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen
  • Erschließung einer nachhaltigen, effizienten und unabhängigen Energieversorgung

Die dezentrale, private Umstellung auf erneuerbare Energien stellt dahingehend einen wichtigen Schritt dar. Allerdings muss noch einiges getan werden, um die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Bildquelle: Bildagentur Zoonar GmbH – 291297509 / Shutterstock.com

Stromexport auf Rekordniveau

Deutscher Strom ist im Ausland begehrt, so legt es zumindest eine aktuelle Untersuchung des Think Tanks Agora Energiewende nahe. Laut dem Berliner Unternehmen lieferte Deutschland im ersten Halbjahr 2015 rund 25 Terrawattstunden ins Ausland, sechs TWh mehr als im gleichen Zeitraum 2014. Grund ist die hohe Produktion an erneuerbaren Strom, insbesondere bei der Windenergie die im ersten Halbjahr allein 40 TWh zum gesamten deutschen Stromverbrauch beisteuerte. Die Kohlekraft leidet indes unter dem immer stärker werdenden Preisdruck, versucht sich allerdings auch mit Stromexporten zu helfen.  Weiterhin sind es die erneuerbaren Energien, die auch beim Anteil an Deutschlands Stromverbrauch zulegen, mit 31,4 Prozent im ersten Halbjahr 2015 wurde wieder eine neue Rekordmarke erreicht. Stromexport auf Rekordniveau weiterlesen

Der Winter kommt…

© apops - Fotolia.com
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Jeder möchte seine laufenden Betriebskosten so günstig wie nur möglich halten. Der Strom macht einen großen Teil an den monatlichen Kosten aus. Ein Anbieterwechsel kann sich lohnen, da die unterschiedlichen Stromanbieter dem Kunden verschiedene Boni anbieten. Wer den Stromanbieter wechselt sollte vorher vergleichen. Je nach Verbrauch gibt es Pakete, die dem Kunden viele Vorteile bieten.

So läuft der Vergleich ab

Im Internet findet man Plattformen, auf denen die Stromanbieter direkt verglichen werden können. Wie hoch der Strompreis ausfällt, kommt auf viele Faktoren an. Es zählt die Haushaltsgröße, also die Gesamtzahl der Personen, die im Haushalt leben. Weiters kommt es auf die Zahlungsweise an. Jährliche Zahlungen sind günstiger, als wenn man den Strom monatlich bezahlt. Natürlich wird auch Ökostrom angeboten. Neukunden bekommen bei vielen Anbietern einen Bonus, dieser kann in Form von Gratisstrom über einen bestimmten Zeitraum oder eine finanzielle Vergünstigung sein. Eine Preisgarantie wird von vielen Anbietern gewährt, das bedeutet für den Kunden, dass er, wenn der Strompreis erhöht wird, davon nicht betroffen ist.

Sondervereinbarungen

Bei der Berechnung des günstigeren Strompreises kommt es auf die Nutzung an. Wird der Strom für einen Privathaushalt oder einen Gewerbebetrieb benötigt. Weiters gibt es Tarife, bei denen eine Kaution verlangt wird. Diese ersetzt eine Bonitätsprüfung. Anders als bei Mietkautionen wird diese Kaution nicht verzinst. Geht der Anbieter in Konkurs, verliert der Kunde die Kaution. Weiters gibt es Tarife, die mit einem Mehr- oder Minderverbrauchsaufschlag verbunden sind. Diese sollten nur dann gewählt werden, wenn man seinen eigenen Stromverbrauch gut einschätzen kann. Generell ist es beim Stromanbieter-Vergleich wichtig, dass man seinen Jahresverbrauch bereits kennt. So ist die Auswahl viel leichter und der Kunde kann den Anbieter wählen, der das passende Paket für ihn hat.

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Nützliche Tipps zum Thema Anbieterwechsel

Das Thema Strompreiserhöhungen war in den vergangenen Jahren mehr als präsent bei uns in Deutschland. Nicht zuletzt die Erhöhungen der EEG Umlage zur Förderung von Ökostrom sorgten immer wieder für Aufruhr und Diskussionen. Die Stromanbieter erhöhen ihre Preise allerdings in regelmäßigen Abständen, egal ob mit oder ohne Erhöhung der EEG Umlage. Viele nutzen die schlechte Presse, die gegenüber der Energiewende und der Förderung von erneuerbaren Energien gemacht wird, sogar, um so die Preise erhöhen zu können und der Energiewende dafür die Schuld in die Schuhe schieben zu können. Selbst wenn die Einkaufspreise beim Strom sinken, bekommen die Verbraucher in den meisten Fällen davon rein gar nichts zu spüren.

© Marcus Klepper - Fotolia.com
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Wer nach einem neuen Anbieter sucht, sei es, weil er mit seinem bisherigen nicht mehr zufrieden war, oder weil aufgrund eines Umzugs eine neue Anmeldung bei einem Versorger nötig ist, tut gut daran, sich besonders gut über die Angebote auf dem Markt zu informieren und so versteckte Fallen zu vermeiden. Nützliche Tipps zum Stromvergleich erhalten Sie hier zum Beispiel. Das Internet ist sowieso in diesem Fall eine gute Informationsquelle, wobei man allerdings auch hier darauf achten sollte, nicht an die falsche Adresse zu geraten. Wer neutral beraten werden möchte, sollte sich an eine namhafte und objektive Seite wenden.

Viele Verbraucher entscheiden sich inzwischen für den Bezug von Ökostrom, doch man sollte auch in diesem Fall darauf achten, dass der Anbieter lupenrein sauber ist. Nicht jeder, der Ökostrom im Angebot hat, liefert diesen auch zu hundert Prozent. Um hier eine genaue Gewissheit über die Zuverlässigkeit der Angaben eines Anbieters zu erlangen, lohnt es sich, bei zertifizierten Adressen wie der Stiftung Warentest noch einmal genau nachzuforschen und sich ein paar Bewertungen in Bezug auf den Anbieter durchzulesen. Ebenso wichtig: Preisgarantien für einen zuvor festgelegten Zeitraum. Der Preis sollte für mindestens ein Jahr nach Vertragsabschluss der gleiche bleiben, so dass man nicht kurz nach dem Abschließen des Vertrags eine böse Überraschung erlebt und direkt mehr zahlen muss. Wer im Großen und Ganzen auf seinen gesunden Menschenverstand achtet und dubiose Angebote von vornherein ausschließt, dürfte sich letztendlich aber auf der sicheren Seite befinden und einen guten Anbieter ausfindig machen.

Fotoquelle: Marcus Klepper – Fotolia.com

Reale Strompreisbremse oder politische Illusion?

Es ist eines der meist diskutierten Probleme der Energiewende. Der Anstieg des Strompreises der in jüngster Vergangenheit beinahe an eine Kostenexplosion grenzt. Geht man von einem durchschnittlichen Drei-Personen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch pro Jahr aus. So stieg der durchschnittliche Preis für Elektrizität von ca. 17 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 1998 auf über 28 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2013. Ein enormer Anstieg um beinahe 65 Prozent zum Basisjahr 1998. Besonders stark war der Anstieg seit 2007. Eine Korrelation mit der Förderung durch das EEG ist daher nicht zu übersehen. Energieminister Sigmar Gabriel (SPD) hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, persönlich für eine Kostenbegrenzung zu sorgen, insbesondere durch eine deutliche Senkung der EEG-Umlage. Ob das möglich ist hinterfragt eine noch nicht veröffentlichte Studie. Das Ergebnis ist ernüchternd. Reale Strompreisbremse oder politische Illusion? weiterlesen

Es kommt noch teurer: Neue Zwangsumlage für den Einsatz von Smart Meter geplant

Laut aktuellen Informationen des SPIEGEL müssen Stromkunden im kommenden Jahr mit zusätzlichen Stromkosten rechnen. Grund ist, die geplante flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler, sogenannter Smart Meter. Bis 2022 müssten die Bürger, laut Konzept des Bundeswirtschaftsministeriums, 10,4 Milliarden Euro über die Umlage zur Einführung der Smart Meter aufbringen. Am Donnerstag legte das Bundeswirtschaftsministerium das Konzept zur geplanten Smart Meter Finanzierung vor. So muss jeder Haushalt der im Moment noch mit einem einfachen Stromzähler ausgestattet ist, trotzdem acht Euro zusätzlich im Jahr bezahlen. Bei Neubauten und Modernisierungen, bei denen der Einbau eines Smart Meter obligatorisch ist, müssen sogar mit 72 Euro jährlichen Zusatzkosten rechnen. Dies gilt auch für Anwohner, welche bereits über Wärmepumpen, Solaranlagen oder Mini-Blockheizkraftwerke (BHKW) verfügen. Es kommt noch teurer: Neue Zwangsumlage für den Einsatz von Smart Meter geplant weiterlesen

EEG Umlage steigt auf 6,24 Cent je Kilowattstunde

Jetzt ist es offiziell. Nachdem bereits im Vorfeld in Branchenkreisen von einer Erhöhung der EEG Umlage von etwa einen Cent gesprochen worden war, gaben die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz nun die Ökostromumlage für 2014 bekannt. Diese wird bei 6,24 Cent je Kilowattstunde liegen.

© Thorsten Schier - Fotolia.com
© Thorsten Schier – Fotolia.com

Bereits vergangene Woche konnte man aus Branchenkreisen vernehmen, dass auch 2014 mit einem deutlichen Anstieg der EEG Umlage zu rechnen sein wird. Jetzt kündigten die Netzbetreiber Transnet BW, Amprion, Tennet und 50Hertz die Erhöhung der EEG-Umlage für das Jahr 2014 offiziell an. Die Umlage steigt um rund 0,94 Cent auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2014 an.

Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr müssen mit jährlichem Mehrkosten von etwa 40 Euro rechnen. Als Grund für die Erhöhung gaben die Netzbetreiber an: „Für das Jahr 2014 wird eine weiter deutlich ansteigende Erzeugung an elektrischer Energie aus regenerativen Anlagen prognostiziert.“ Der Ausbau an Wind- und Solarenergie dürfte allerdings nicht der alleinige Grund für die Erhöhung der Ökostromumlage sein – immerhin fiel dieser deutlich geringer aus als erwartet.

Vielmehr ist auch der stark gesunkene Börsenstrompreis für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich. Wenn der Preis für Strom an der Börse niedrig ist, dann muss die Differenz zur festgelegten Einspeisevergütung mittels der EEG-Umlage beglichen werden. Die EEG-Umlage wird von allen Privathaushalten gleichermaßen gezahlt. Lediglich industrielle Großverbraucher profitieren teilweise von Ausnahmeregelungen.

Ökostromumlage steigt auf 6,3 Cent je Kilowattstunde

Die Ökostromumlage wird 2014 auf einen neuen Rekordwert von 6,3 Cent pro Kilowattstunde steigen. Das entspricht einem Preisanstieg von etwa einem Cent. Die Erhöhung der Umlage fällt damit allerdings noch geringer aus als von vielen befürchtet. Offiziell wird die Ökostromumlage für 2014 erst am 15. Oktober bekanntgegeben, der Deutsche Presse-Agentur liegen aber bereits jetzt entsprechende Zahlen vor.

EEG - Umlage
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Dass die EEG-Umlage auch 2014 wieder deutlich steigen würde, war allen Branchenkennern klar. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Branchenkreisen erfahren hat, wird die Umlage etwa um 1 Cent auf 6,3 Cent je Kilowattstunde steigen. Auf einen Durchschnittshaushalt kommen 2014 damit rund 35 Euro mehr an Stromkosten zu. Offiziell verkündet wird die EEG-Umlage für 2014 allerdings erst am 15. Oktober von den vier Übertragungsnetzbetreibern.

Der Anstieg der Ökostromumlage von einem Cent fällt niedriger aus als von vielen Branchenkennern befürchtet. So war ein Anstieg auf bis zu 7 Cent möglich. Grund für den vergleichsweise geringen Anstieg ist der etwas geringere Ausbau von Wind- und Solaranlagen. Dass die Umlage dennoch weiter gestiegen ist, hängt nicht nur mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern vielmehr auch mit dem sinkenden Börsenstrompreis zusammen. Ist der Börsenstrompreis niedrig, wird die Differenz zu den festgelegten Einspeisevergütungen von Ökostrom automatisch höher – die EEG-Umlage steigt. Umgekehrt kritisieren Verbraucherschätzer immer wieder, dass die Energieversorger die gesunkenen Kosten beim Stromeinkauf nur ungenügend an die Verbraucher weitergeben.