Archiv der Kategorie: Solarthermie

Lastwagen mit Solarantrieb: Eine umweltfreundliche Alternative

Im Rahmen des Weltklimavertrags von Paris haben sich die Staaten der Weltgemeinschaft verpflichtet, ihre CO2-Emissionen massiv zu senken. Einen nicht unerheblichen Anteil an den klimaschädlichen Emissionen hat dabei der Straßenverkehr. Dort war in den vergangenen Jahren eine scheinbar paradoxe Entwicklung zu beobachten: Denn auf der einen Seite sanken die CO2-Emissionen pro gefahrenem Kilometer im Vergleich zum Jahr 1995 deutlich – bei Lastwagen um dreißig Prozent, bei PKWs immerhin um zwölf Prozent. Auf der anderen Seite sind die Gesamtemissionen aber um dreizehn Prozent gestiegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Heute sind viel mehr Fahrzeuge – vor allem viel mehr Lastwagen – auf den Straßen unterwegs. Als Lösung dieser Problematik sehen viele Experten den Umstieg auf Elektromotoren. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Die Fahrt mit einem Elektromotor ist nur dann wirklich emissionsfrei, wenn der dafür benötigte Strom auch tatsächlich aus Erneuerbaren Energien stammt. Dies ist bei Strom aus der Steckdose aber nur teilweise der Fall. Eine Lösung sind daher Lastwagen, die Solarmodule auf dem Dach haben und so selbst sauberen Strom produzieren.

Die Möglichkeiten von Lastwagen mit Sonnenunterstützung

Tatsächlich gibt es bereits entsprechende Fahrzeuge. So hat das chinesische Unternehmen Hanergy ein Konzeptauto präsentiert, das mit einem ultradünnen Solarfilm überzogen ist – und so an einem sonnenreichen Tag bis zu achtzig Kilometer an Reichweite gewinnt. In Deutschland arbeitet unter anderem das Startup Sono Motors an einer ähnlichen Entwicklung. Auf dem Markt für Lastwagen wiederum befinden sich einige Modelle sogar schon im Einsatz. Grundsätzlich gibt es dabei zwei Möglichkeiten die Solarpanels in das Design des LKWs zu integrieren. Entweder in den Windabweiser oberhalb der Fahrerkabine oder direkt auf dem Dach des Lastwagens. Allerdings reicht die Kraft der Sonne noch nicht aus, um ausschließlich damit den Elektromotor anzutreiben. Durch die Solarmodule und die Energierückgewinnung beim Bremsen kann aber immerhin ein Viertel des Strombedarfs gedeckt werden.

Die Vorteile von Lastwagen mit Solarantrieb

Aktuell verbrauchen konventionelle Lastwagen rund dreißig Liter Diesel auf einhundert Kilometern. Für das Klima ist dies nicht besonders förderlich. Außerdem stellen die Treibstoffkosten eine nicht unerhebliche finanzielle Belastung dar. Durch den Einsatz eines Elektromotors und die Nutzung der Solarpanels lassen sich die Betriebskosten erheblich senken: So werden für eine Fahrt über hundert Kilometer lediglich einhundert Kilowattstunden aus dem Stromnetz benötigt. Bei einer typischen Jahresleistung von 50.000 Kilometern sinken die laufenden Kosten auf diese Weise von 23.200 Euro auf nur noch 8.300 Euro. Wie genau die CO2-Bilanz der einzelnen Fahrten aussieht, hängt dann allerdings von der Art der Stromproduktion ab. Aber selbst wenn Kohlestrom genutzt wird, ist die Klimabilanz noch immer deutlich besser als bei klassischen Diesel-LKWs. In der Schweiz setzt daher beispielsweise die Groß- und Einzelhandelsgenossenschaft Coop auf Lastwagen mit Solarantrieb. Diese sind besonders gut geeignet, wenn eine Vielzahl an Waren regional ausgeliefert werden muss – also beispielsweise vom Zentrallager an die einzelnen Filialen.

Einschränkungen bei Lastwagen mit Solarantrieb

Ähnlich wie auch bei Solarautos verringert sich durch den Elektromotor aber die Reichweite. So kommen die Solar-LKWs in der Regel lediglich auf 200 bis 300 Kilometer, bevor sie wieder an eine Steckdose angeschlossen werden müssen. Dies gilt aber natürlich auch für Elektro-Lastwagen ohne integrierte Solarmodule. Im Automobilbereich ist allerdings – aufgrund neuer Entwicklungen in der Batterietechnik – in den nächsten Jahren mit deutlichen Reichweitenerweiterungen zu rechnen. Davon dürften auch die Elektrolastwagen langfristig profitieren. Dennoch eignen sie sich eher nicht für längere Touren durch Deutschland oder gar Europa. Zumal das Netz an Ladestationen noch eher spärlich ist – und der Betreiber des LKWs zum Transport von Waren daher auf seine eigene Infrastruktur setzen muss. Außerdem verringert sich durch den Einbau der Batterie auch die Ladekapazität des Lastwagens. Bei einem klassischen 18-Tonner kann daher anschließend eine Tonne weniger transportiert werden. Problematisch für die Verbreitung von Lastwagen mit Solarantrieb sind zudem die hohen Anschaffungskosten. Diese liegen deutlich höher als bei konventionellen LKWs – können später durch die niedrigeren Betriebskosten aber wieder hereingeholt werden.

Die Zukunft von Lastwagen mit Solarantrieb

Bisher handelt es sich bei den Solarlastwagen noch eher um ein Nischenprodukt. So kann der Einsatz für Supermarktketten beispielsweise durchaus sinnvoll sein. Klassische Speditionen, die Waren über hunderte von Kilometern transportieren müssen, werden allerdings auch weiterhin auf den klassischen Verbrennungsmotor setzen. Dies sollte aber nicht ewig so bleiben. Denn sowohl bei der Steigerung der Effizienz der Solarmodule, als auch in der Batterietechnik sind noch enorme Potentiale vorhanden, die früher oder später erschlossen werden dürften. Gelingt es dann, die Reichweite der Solarlastwagen zu erhöhen und eine Infrastruktur an Ladestationen aufzubauen, stellen die LKWs mit Solarantrieb eine ideale Möglichkeit dar, um ökologische Nachhaltigkeit mit ökonomischen Vorteilen zu verknüpfen.

Bildquelle: Chesky – 393227755 / Shutterstock.com

Vernetzte Solarkraftwerke als Hauptenergieversorger in südlichen Staaten

Im ersten Moment hört sich das Prinzip sehr einfach an. Im Süden scheint oft die Sonne, sodass dort auch viele solarthermische Anlagen und Photovoltaikanlagen ausreichenden Strom und Wärme produzieren könnten. Die Realität zeigt trotzdem, dass auch in sehr sonnenreichen Staaten weiterhin auf konventionelle Energieversorger gesetzt wird. Entgegen der Voraussetzungen, wie beispielsweise in Island, wo grundlastfähige Energien wie Geothermie und Wasserkraft häufig vorkommen, bezieht man sich im Süden oft auf die gefährliche Volatilität der Sonne. Zu Recht, denn die Netzstabilität ist essentiell von einer gleichmäßigen Stromeinspeisung abhängig. Eines wird allerdings oft übersehen, diese Argumentation bezieht sich auf Photovoltaikstrom, doch was ist eigentlich mit der Solarthermie? Vernetzte Solarkraftwerke als Hauptenergieversorger in südlichen Staaten weiterlesen

Neue Tendenzen aus den USA: Obama will die Energiewende

Wüsten, Küsten und große, weitflächige Felder. Kaum ein Land der Erde hat rein geographisch so gute Bedingungen für erneuerbare Energien wie die Vereinigten Staaten von Amerika. So könnte vor allem der Westen des Landes mit der geeigneten Infrastruktur und Umsetzung vollständig durch Solarenergie versorgt werden. Im Norden und der Mitte ist genügend Biomasse vorhanden, auch auf Basis von Grünschnitt sodass der umstrittene Energiepflanzenanbau vermieden werden könnte. Dennoch hat man in den vergangenen Jahren an den fossilen Brennstoffen festgehalten. Zuletzt machte die US-amerikanische Energiewirtschaft mit dem umstrittenen Fracking Schlagzeilen. Kaum jemand glaubt ernsthaft daran, dass gerade die USA zum Vorreiter in Punkto Energiewende werden könnten. Doch das soll sich bald ändern, so will es zumindest US-Präsident Barack Obama. Neue Tendenzen aus den USA: Obama will die Energiewende weiterlesen

Die Einseitigkeit der Energiewende

Wenn in der Öffentlichkeit von der Energiewende gesprochen wird, so ist damit fast ausschließlich der Stromsektor gemeint. Die zwei anderen wichtigen Bereiche der Energiewirtschaft, nämlich die Wärmeversorgung und der Kraftstoffsektor werden eher selten in Debatten in Bezug auf die Energiewende priorisiert. Dabei zeigt vor allem der Wärmesektor ein sehr hohes Potential, denn im Gegensatz zur Stromerzeugung stagniert die Umstellung auf erneuerbare Energien im Wärmebereich seit geraumer Zeit. Die Einseitigkeit der Energiewende weiterlesen

Zunehmende Solarwärmenutzung bei Neubauten

Wie ein aktueller Bericht des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis von Daten des Statistischen Bundesamtes nun aufzeigt, wurden im Jahr 2012 mehr als 36.000 Neubauten mit Solarthermie ausgestattet. Das ist ein neuer Spitzenwert. So wuchs der Anteil von Solarheizungen um ein Drittel im Vergleich zum Jahr 2011. Spitzenplätze belegen vor allem die großen Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dabei punktet Baden-Württemberg mit knapp 7.500 Solarheizungen in Neubauten, Nordrhein-Westfalen mit etwa 6.500 und Niedersachsen mit rund 6.000. Grund für die Spitzenplätze dieser Länder ist allerdings auch, dass durch die hohe Bevölkerung ein höherer Bedarf an Neubauten besteht, als in verhältnismäßig gering besiedelten Bundesländern wie beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern. Zunehmende Solarwärmenutzung bei Neubauten weiterlesen

Solarthermieanlage für zu Hause

Wer das Wort Solar hört, denkt normalerweise an die Stromgewinnung mit Hilfe von Solarpaneelen. Hierbei handelt sich um die Photovoltaik, der Gewinnung von Strom aus Licht. Doch es gibt auch eine andere Methode, um aus dem Sonnenlicht Energie zu gewinnen.  Bei der Solarthermie wird durch das Sonnenlicht Wärme erzeugt. Für einen Neubau bietet Solarthermie für die Heizung im Eigenheim eine Alternative zu den sonst gebräuchlichen Gas- oder  Ölheizungen.

Solarthermieanlagen bestehen aus speziellen Kollektoren, die das Licht in Wärme umwandeln. Die so erzeugte Wärme wird in Speichern untergebracht und kann direkt für die Heizung oder Warmwasseraufbereitung verwendet werden. Dies ermöglicht eine umweltschonende Heizung, ohne die Nutzung von fossilen Brennstoffen.

Für eine maximale Energieeffizienz werden bei Solarthermieanlagen gewöhnlicherweise Flach- oder Vakuumröhrenkollektoren verwendet. Zudem kann die Wärme mit intelligenten Speichersystemen effektiv genutzt werden. Hierbei stehen zum Beispiel sogenannte Puffer-Wärmespeicher zur Verfügung und in der Konfiguration der Schichtspeicher, sind sie sehr effizient. Denn durch den speziellen Aufbau der Schichtspeicher, kann die gewonnene Wärme auch im Winter optimal gespeichert und genutzt werden.

Wer sich nicht komplett auf die Natur verlassen will, kann natürlich auch seine bisherige fossile Heizung mit einer solarthermischen Anlage kombinieren. Auf diese Weise kann man Strom und Geld mit der Solarthermianlange sparen und sich an sonnenschwachen Tagen auf die Zuverlässigkeit der fossilen Anlagen verlassen. Weitere Informationen zum Thema Solarthermieanlagen gibt es bei www.einecke-berlin.de.

Nachhaltige und ressourcensparende Maßnahmen für den Haushalt

Moderne Haustechnik bietet einem heutzutage die Möglichkeit, mit seinem eigenen Haus etwas für die Umwelt zu tun und langfristig Geld zu sparen. Vor allem der Einsatz von Solar- und modernen Heizanlagen spielt hierbei eine große Rolle. Normalerweise versteht man unter Solaranlagen Photovoltaikanlagen. Photovoltaik-Module wandeln Sonnenlicht in Strom um, welcher dann direkt vor Ort im Haus genutzt werden kann. Der produzierte Strom kann effizient Vorort genutzt werden, da kein Transportverlust entsteht oder ins öffentliche Netz gegen Geld eingespeist werden.
Nachhaltige und ressourcensparende Maßnahmen für den Haushalt weiterlesen