Archiv der Kategorie: Energie-Wirtschaft

Zuschüsse zur nachhaltigen Energieversorgung des BAFA

Förderung der nachhaltigen Energieversorgung

Die Energiewende erzielt zunehmend größere Erfolge, erneuerbare Energie wird in Deutschland immer beliebter. Das merkt auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Aus diesem Grund fördert es bestimmte Projekte aus dem Bereich Energieeffizienz und nachhaltige Energieversorgung. Welche das sind und wie Sie einen Zuschuss erhalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Mit nachhaltiger Energieversorgung können Sie dauerhaft sparen. Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

 

Die Fördermaßnahmen des BAFA sind Investitionszuschüsse. Je nach Maßnahme können zusätzliche Zuschüsse genehmigt werden, zum Beispiel ein Gebäudeeffizienzbonus oder ein Optimierungsbonus. Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Art und dem Umfang der errichteten oder erweiterten Anlage.

Fördermaßnahmen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Das BAFA möchte dazu anregen, auf nachhaltige Energien umzusteigen. Aus diesem Grund werden Förderungsmaßnahmen angeboten. Sollten Sie folgende Anlagen errichten oder erweitern wollen, können Sie einen Zuschuss beantragen:

  • Solarkollektoranlagen
  • Effiziente Wärmepumpen
  • Biomassenanlagen
  • Nahwärmenetze, welche mit der Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden
  • Anlagen zur Nutzung der Tiefengeothermie

Außerdem werden innovative Technologien zur Kälteerzeugung und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien in Deutschland gefördert sowie Maßnahmen zur Visualisierung des Ertrags von erneuerbaren Energien. Für bestimmte Anlagen können Sie einen Zuschuss auf Basis des Anreizprogramms Energieeffizienz (APEE) erhalten.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie für die Antragsstellung erfüllen müssen und wie die Antragsstellung abläuft.

Voraussetzungen für die Förderung durch das BAFA

Sie möchten etwas ändern und ab sofort auf nachhaltige Energien setzen? Dann können Sie hier nachlesen, ob Sie die Voraussetzungen für eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erfüllen.

Antragsberechtigte Personen müssen Pächter, Eigentümer oder Mieter des Grundstücks oder Gebäudes sein, auf oder in dem die entsprechende Anlage errichtet oder erweitert werden soll. Zudem müssen die Richtlinien zu den Grenzwerten und entsprechenden technischen Bestimmungen eingehalten werden.

Die Anlage, ob neu errichtet oder erweitert, muss überwiegend zur Wärmebereitstellung oder Kältebereitstellung innerhalb von Deutschland genutzt werden. Zudem muss sie mindestens sieben Jahre lang diesem Zweck entsprechend betrieben werden.

Das BAFA fördert keine Anlagen in Neubauten. Das ersetzte, errichtete oder erweiterte System zur nachhaltigen Energieversorgung muss zur Antragsstellung mindestens seit zwei Jahren in Betrieb sein. Zudem werden folgende Anlagen ebenfalls nicht gefördert:

  • Eigenbauanlagen
  • Prototypen
  • Gebrauchte Anlagen
  • Anlagen mit wesentlich gebrauchten Teilen

Wie stelle ich einen Antrag zur Förderung?

Um einen Antrag zur Förderung Ihrer zu errichtenden oder erweiternden Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung zu stellen, ist vor allem wichtig zu wissen, dass Sie diesen vor Beginn der entsprechenden Maßnahmen stellen müssen. Die Antragsstellung erfolgt ausschließlich online. Wenn Sie Interesse an einer Förderung haben oder sich generell über nachhaltige Energieversorgung und das Einsparen von Energie erkundigen möchten, ist es sinnvoll, eine Energieberatung aufzusuchen.

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Wurden die Fördermaßnahmen für den Bau oder die Erweiterung Ihrer Anlage zur nachhaltigen Energieversorgung genehmigt, können Sie auf Basis des APEE zusätzliche Zuschüsse beantragen. Dieses Programm fördert den Wechsel zu modernen Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien.

Die Höhe des Zuschusses durch das Anreizprogramm Energieeffizienz ist abhängig, von der Höhe des Förder-Zuschusses des Marktanreizprogrammes. Für die Ersetzung oder Modernisierung einer ineffizienten Altanlage erhalten Sie einen Betrag von 20% des im für die Installation der neuen Anlage bewilligten Gesamtförderbetrags im Rahmen des Marktanreizprogrammes. Sie erhalten keine zusätzliche Förderung in Form von Zuschüssen für gleichzeitig durchgeführte Maßnahmen zur Optimierung. Allerdings kann Ihnen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 600€ gewährt werden. Diesen erhalten Sie für die Umsetzung aller Maßnahmen, die nötig sind, um die Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems zu verbessern.

Förder-Voraussetzungen für das Anreizprogramm Energieeffizienz

Die wohl wichtigste Voraussetzung für diesen Antrag ist, dass Sie bereits einen Antrag zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt gestellt haben und Ihnen ein Zuschuss nach dem Marktanreizprogramm bewilligt wurde. Wie Sie diesen Antrag stellen, haben wir oben ausgeführt.

Weitere Voraussetzungen sind:

  • Die zu ersetzende oder zu modernisierende Heizungsanlage wurde auf Basis fossiler Energien betrieben.
  • Es wurde keine Brennwerttechnik oder Brennstoffzellentechnologie genutzt.
  • Es liegt kein Fall einer gesetzlichen Austauschpflicht der Anlage vor.
  • Zusätzlich zum Austausch bzw. der Modernisierung der alten Anlage muss das gesamte Heizsystem optimiert werden. Dazu gehört nicht nur eine Bestandsaufnahme sowie Analyse des IST-Zustands nach den vorgeschriebenen Standards, sondern auch die Durchführung des hydraulischen Abgleichs sowie die Umsetzung aller erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz des gesamten Heizungssystems.
  • Die Anlage wurde nach dem 1. Januar 2016 in Betrieb genommen.
  • Der Förderantrag im Rahmen des Marktanreizprogramm wurde beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nach dem 1. Januar 2016 gestellt.
  • Als ineffiziente Altanlagen gelten auch Elektrospeicherheizungen.

Antragsstellung für den APEE-Bonus

Den Bonus des Anreizprogramms Energieeffizienz können Sie, bei Interesse und falls Sie die Voraussetzungen erfüllen, mit dem Verwendungsnachweis (Biomasse, Solarthermie oder Wärmepumpe) sowie im Rahmen der elektronischen Verwendungsnachweiserklärung beantragen. Für den Antrag gibt es kein separates Formular, das Sie ausfüllen müssen.

Bildquelle: PhotographyByMK – 108705386 / Shutterstock.com

Energieberatung im Mittelstand – welche Sparmaßnahmen sind möglich?

Die Kosten für Energie und damit vor allem für den primären Energieträger Strom sind in den vergangenen Jahren weiter angestiegen. Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die Strompreise nicht fallen werden, so dass sie einen nicht zu unterschätzendenden Posten für viele Unternehmen ausmachen. Mit Hilfe einer kompetenten Energieberatung lassen sich meist gerade im Mittelstand erhebliche Sparpotentiale aufdecken.

Der Energieverbrauch ist meist ein hoher Kostenfaktor in Unternehmen. Bildquelle: nito – 237828910 / Shutterstock.com

Mittelständler zählen in Deutschland zu den wichtigsten Unternehmen und haben oftmals andere Sorgen und Probleme, als es bei Großkonzernen der Fall ist. Für einen Mittelständler können die Energiekosten zum Beispiel sehr entscheidend sein, wenn sie sich ihre Firmenausgaben anschauen. Obwohl bestimmte Industrien sogar vom Vergünstigen profitieren, sind die Energiekosten meist ein Posten, der in seinem Umfang steigt und deutlich teurer wird, als es den meisten Firmen lieb ist.
Wer zum Ziel hat, im eigenen Unternehmen durch eine Energieberatung die Kosten zu senken, indem er Einsparpotentiale aufdeckt, der kann langfristig davon profitieren und die eigenen Erträge steigern.

Welchen Vorteil bietet eine professionelle Energieberatung?

Ein Energieberater kann das komplette Unternehmen hinsichtlich des Energieverbrauches unter die Lupe nehmen und Schwachstellen durchleuchten. Dabei handelt es sich nicht nur um Verbraucher, die Strom benötigen, sondern zum Beispiel auch um Unternehmen, die die Heizkosten senken möchten.
Gerade in produzierenden Betrieben gibt es häufig ein enormes Potential, das den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gar nicht bewusst ist. Durch die Veränderung von Produktionsabläufen ist es möglich, hohe Kosten einzusparen.
Es gibt Energieberater, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen zu beraten und wissen, wie sie ihre Kosten im Unternehmen reduzieren können. Je nachdem, in welcher Branche die Unternehmen tätig sind, gibt es unterschiedliche Einsparpotentiale.
Nicht nur in produzierenden Betrieben, sondern zum Beispiel auch bei Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche gibt es Optionen, den Energieverbrauch zu senken. Gleiches gilt auch für Handelsunternehmen. Zu berücksichtigen ist, dass auch der Einsatz von regenerativer Energie eine Rolle spielen kann, wenn es darum geht, die Energiekosten langfristig zu senken. Wer z.B. über ein großes Betriebsgelände verfügt, kann langfristig selbst Strom erzeugen – zum Beispiel über Solarkollektoren, die auf den Dächern der Betriebsstätte aufgebaut werden.

Beispiele für Energiesparpotentiale in Unternehmen:

In produzierenden und verarbeitenden Betrieben werden häufig Maschinen, Öfen oder Anlagen benutzt, die in ihrem Betrieb eine Menge an Wärme erzeugen. Diese Wärme wird in vielen Fällen ungenutzt in die Umwelt abgegeben, kann jedoch meist mit geringem Aufwand genutzt werden. Oftmals werden sogar Kühlsysteme eingesetzt, um Anlagen zu kühlen und die überflüssige Wärme abzuführen.
In der Praxis ist es möglich, dass die Wärme aber z.B. auch zum Betrieb der eigenen Heizung und zum Erwärmen von Wasser genutzt werden kann. Wer es schafft, durch einen Anlagenbauer die eigenen Produktionsstätten mit der Heizanlage zu verknüpfen, ist in der Lage, ein entsprechendes Einsparpotential zu generieren und somit dafür zu sorgen, dass die Energiekosten deutlich gesenkt werden können. In der Praxis ist es möglich, dass z.B. Heizungsrohre durch Anlagen geführt werden, die eine gewisse Wärme erzeugen. Das in den Rohren geführte Wasser kann genutzt werden, um in einem Wasserspeicher z.B. Trinkwasser bzw. Nutzwasser zu erwärmen. Solche Vorrichtungen werden in einigen Firmen bereits genutzt, oftmals sind es jedoch gerade kleinere oder mittelständische Betriebe, die von diesen Möglichkeiten nichts wissen.

• Abwärme von Anlagen und Maschinen nutzen – z.B. zur Heizwassererwärmung
• Dachflächen zur Stromerzeugung nutzen
• LED Beleuchtung zum Sparen von Strom nutzen

Ein weiteres Beispiel ist die Nutzung von Solarenergie, was zum Beispiel auf den Dächern von Produktionshallen möglich ist. Zahlreiche Firmen verfügen über große Firmengelände und Hallen, deren Dächer ideal geeignet sind, um Solarkollektoren aufzustellen. Anzumerken ist, dass es sich heutzutage lohnen kann, diesen Strom selbst zu verwenden und diesen in die eigenen Anlagen zu leiten. Gerade bei Betrieben, die tagsüber, wenn der Strom produziert wird, auch ihre Produktionsanlagen nutzen, lässt sich somit eine Menge an Stromkosten einsparen.

LED Beleuchtung in Büros und auf Betriebsgeländen

Ein weiteres langfristiges Sparpotential ergibt sich meist durch die Beleuchtung in Firmen. Wer große Hofanlagen oder Produktionsflächen beleuchten möchte und mit alter Technik arbeitet, verbraucht in der Regel ein Vielfaches dessen an Strom, als wenn er z.B. mit modernen LED Strahlern arbeitet. Der Kauf der LED Beleuchtung hat sich meist schon nach kurzer Zeit amortisiert, so dass es sich in jedem Fall lohnt, in eine Energieberatung zu investieren.

Wer in der Energieversorgung etwas ändern möchte, kann durch einen Preisvergleich ebenfalls satte Rabatte erzielen. Gerade Unternehmen, die oftmals große Mengen an Energie verbrauchen, können somit Ersparnisse erzielen.

Das einmalige Bezahlen eines professionellen Energieberaters kann ebenfalls nachhaltig und vor allem langfristig zu deutlichen Vorteilen und Einsparpotentialen führen. Ein wesentlicher Vorteil von professionellen Energieberatern besteht darin, dass diese meist Erfahrungen haben und schon viele Betriebe gesehen haben, was dazu führt, dass schnell auffällt, wo Energie eingespart werden kann.
Bildquelle: nito – 237828910 / Shutterstock.com

Die Strompreisentwicklung in Deutschland: Hintergründe und Prognosen

Die Strompreise sind in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Immer mehr Eigenheimbesitzer rüsten nach und setzen daher auf regenerative Energieträger. In den vergangenen 15 Jahren sind die Preise für Strom von ca. 16 Cent auf knapp 28 Cent gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von über 40%. Ein Grund dafür ist der Strommix, in dem Strom aus erneuerbaren Energien eine immer wichtigere Rolle einnimmt.

Die Strompreise sind in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

In den vergangenen 15 Jahren sind die Strompreise in Deutschland massiv angestiegen. Bei einer Strompreisverteuerung von über 40% spüren vor allem Familien, wie sehr die Stromrechnung ins Budget schlägt. Die Hintergründe für den massiven Anstieg der Stromkosten sind vielseitig. Ein Aspekt ist der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien. Dieser ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und führte dazu, dass auch die Kosten deutlich gestiegen sind. Positiv anzumerken ist jedoch, dass der Preis im Jahr 2014 zum ersten Mal eine Tendenz nach unten hatte und zeigt, dass der Strompreis durchaus auch leicht sinken kann. Nachdem es im Jahre 2015 ebenfalls etwas günstiger wurde, zog der Strompreis 2016 sowie 2017 wieder leicht an.

Ökostrom ist in der Produktion noch deutlich teurer als Strom zum Beispiel aus herkömmlichen Energieträgern wie Kohle oder der Atomkraft zu produzieren. Der Aufschlag, der für die erneuerbaren Energien fällig wird, muss von den Verbrauchern getragen werden.

Welche Rolle spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bei der Entwicklung der Strompreise?

Im Jahr 2000 wurde das EEG ins Leben gerufen. Seitdem hat Strom aus Wind- und Solarenergie eine besondere Bedeutung in der Stromerzeugung in Deutschland. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Quellen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 wurde bereits 23% des Stroms, der in Deutschland genutzt wurde, aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat natürlich einen Einfluss auf die entsprechende Entwicklung der Strompreise. Der Anteil der regenerativen Energieträger am gesamten Strom in Deutschland soll in den kommenden Jahren weiter steigen. Das bedeutet, dass bis zum Jahr 2025 mindestens 40% des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energieträgern kommen soll. In den darauf folgenden Jahren soll der Anteil weiter steigen, so dass bald über die Hälfte des Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll.

  • Stromanteil erneuerbarer Energien wird 2025 mind. 40% ausmachen
  • Anteil erneuerbarer Energien wird im Strommix weiter steigen
  • Solaranlagen erhalten Zusage der Stromkonzerne, dass ihr Strom abgenommen wird

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen wird und entsprechend in den Strommix einfließt, umso höher sind auch die daraus resultierenden Stromkosten. Der Strom, der aus Windenergie sowie aus Solarenergie erzeugt wird, kann preislich mit dem Strom aus Kohle sowie Gas oder Kernkraftwerken nicht konkurrieren. Die Betreiber von z.B. Solaranlagen erhalten feste Vergütungen durch das EEG für die Erzeugung von Strom, den sie in das Netz einspeisen. Diese liegen jedoch deutlich über den Kosten, die durch die Erzeugung des Stroms verursacht werden. Gleichzeitig gibt es für die Betreiber von Solaranlagen eine feste Zusage, dass der Strom durch die Betreiber der Netze abgenommen wird. Dies führt unter dem Strich dazu, dass die Preise für Strom weiter steigen werden, da in den kommenden Jahren der Einsatz der erneuerbaren Energieträger ebenfalls steigen wird.

Welche Prognose gibt es für die Strompreise in Deutschland?

Es ist davon auszugehen, dass die Strompreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Bedingt durch die Energiewende und durch den Ausstieg aus der Atomenergie wird dafür gesorgt, dass in Deutschland vor allem in den südlichen Bundesländern weniger Strom erzeugt wird, als es einst bedingt durch viele Atomkraftwerke der Fall gewesen war. Ein großer Teil des Stroms, der durch erneuerbare Energieträger wie den Wind erzeugt wird, kommt inzwischen aus Norddeutschland. Hier gibt es zahlreiche Windparks – auf dem Festland sowie auch in der Nordsee.

Der Strom aus den erneuerbaren Energieträgern ist deutlich teurer als der frühere günstige Atomstrom. Dies dürfte auch in den kommenden Jahren dazu beitragen, dass die Preise für Strom in Deutschland weiter steigen werden. Fakt ist, dass die Energiewende zwar ihren Preis hat, jedoch langfristig die Umwelt und auch die Menschen davon profitieren dürften.

  • Strompreise werden durch das EEG mittelfristig weiter steigen
  • Strom aus erneuerbaren Energieträgern ist teurer als herkömmliche Stromerzeugung
  • Die Preise für z.B. Solarmodule sinken, langfristig könnte Strom dadurch günstiger werden

Sollte es dazu kommen, dass der Strom aus erneuerbaren Energieträgern günstiger produziert werden kann und zum Beispiel immer mehr Haushalte auf Solarstrom umsteigen, ist es denkbar, dass der Strompreis irgendwann wieder fällt. Bis diese Entwicklung in Deutschland einsetzt, ist es jedoch denkbar, dass noch 10 bis 20 Jahre vergehen.

Wer sich die Preise für Solarmodule anschaut, wird feststellen, dass diese in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich gesunken sind. Darüber hinaus ist die Leistungsfähigkeit der Solarmodule stark gestiegen. Auch die Lebensdauer einzelner Module ist inzwischen höher, als es noch vor 10 bis 15 Jahren der Fall gewesen ist. Bedingt dadurch, dass massiv in Photovoltaik und andere erneuerbare Energien investiert wird, sollte die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energieträgern langfristig günstiger werden.

Bildquelle: vchal – 618634256 / Shutterstock.com

Energiewende weltweit: Indiens „Solarpush“

In Indien will man die Energiewende. Das wird so einige Klimaschützer freuen, denn immerhin ist das südasiatische Land mit rund 1,4 Milliarden Einwohner das zweitbevölkerungsreichste der Welt. Wo viele Menschen sind, dort wird meist auch viel konsumiert. Aber gerade Indien hat vor allem beim Stromkonsum noch so einiges an Puffer, denn das Land ist auch heute noch nicht flächendeckend mit Strom versorgt. Irgendwann soll das allerdings so sein, denn auch Indien will alsbald den Sprung zum Industriestaat schaffen und da gehört eine leistungsfähige Energieinfrastruktur nun einmal dazu. Es bietet sich also gerade für Indien an die erneuerbaren Energien zu fördern und nicht den Umweg über konventionelle Methoden zu gehen. In Neu-Delhi hat man das scheinbar erkannt, denn die indische Regierung hat nun den Förderhaushalt für Photovolatikanlagen erheblich aufgestockt. Energiewende weltweit: Indiens „Solarpush“ weiterlesen

Ambitionierte Grüne: Erneuerbarer Strom bis 2030 zu 100 Prozent?

Klima- und Umweltschutz sind die Leitthemen der Grünen, auch wenn in letzter Zeit viele andere auf dem Gebiet mitmischen. Beim vergangenen Bundesparteitag der Grünen wurde das Kernthema nun wieder stärker in den Vordergrund gerückt und direkt mit sehr ambitionierten Zielen untermauert.  Bis 2030 soll die deutsche Stromversorgung zu 100 Prozent durch erneuerbare Energien gedeckt werden, so die Zielstellung der Partei. Doch ist dieses Ziel tatsächlich erreichbar oder lediglich Utopie? Ambitionierte Grüne: Erneuerbarer Strom bis 2030 zu 100 Prozent? weiterlesen

Umdenken in Russlands Energiepolitik?

Glaubt man Hans-Josef Fell, dem Präsident der Energy Watch Group, so findet gerade ein Umdenken in der russischen Energiewirtschaft statt. Fells Vermutung fußt auf der REENCON-2015, einer Energie-Konferenz die vom 27. – 28. Oktober in Moskau stattfand. Dort hätten sich Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und sogar der russischen Regierung zu einer Förderung der erneuerbaren Energiewirtschaft bekannt. Doch wie glaubwürdig sind derartige Bekenntnisse in einem Staat, der über derart enorme Vorkommnisse an Erdöl und Erdgas verfügt? Umdenken in Russlands Energiepolitik? weiterlesen

BP Technology Outlook 2015: Wenn ein Ölkonzern seine Geschäftsgrundlage prognostiziert

Schon zu Beginn der 1970er prognostizierte, der im Auftrag des Club of Rome erstellte, Report „Grenzen des Wachstums“ das Ende des Zeitalters der fossilen Rohstoffe. Mit dem Computermodell World3 errechneten die Forscher um den US-Amerikaner Dennis Meadows, dass die absoluten Wachstumsgrenzen auf der Erde bei gleichbleibenden Tendenzen innerhalb der nächsten hundert Jahre erreicht wären. Wesentlicher Bestandteil der Prognose war auch der Faktor Rohstoffverbrauch. Das Ende des Ölzeitalters stand laut dem Club of Rome kurz bevor. Schon damals wurden die Ergebnisse und die Methodik des Berichts vielfach kritisiert. Möglicherweise zurecht? Der neueste Technology Outlook von British Petrol (BP) weist nun darauf hin, dass auch 2050 noch mehr als ausreichend Öl zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung stehen wird. BP Technology Outlook 2015: Wenn ein Ölkonzern seine Geschäftsgrundlage prognostiziert weiterlesen

Netzgebühren steigen durch Ausbau der Übertragungsnetze

Für Kenner der Branche ist es wenig überraschend. Die Netzentgelte werden ab dem kommenden Jahr flächendeckend angehoben. Grund ist der Ausbau der Übertragungsnetze im Zuge der Energiewende.  Insbesondere die lange Diskussion um den Verlauf der Nord-Südtrassen und die daraus resultierenden Verzögerungen haben für erhebliche Mehrkosten gesorgt. Nicht zuletzt werden auch die Kosten, die aus der umfassenden Anpassung von Plänen und Programmen von Oberleitungskabeln zu Untergrundkabeln resultieren, auf die Endverbraucher umgelegt. Netzgebühren steigen durch Ausbau der Übertragungsnetze weiterlesen

Marketinggag oder ernsthaftes Interesse? Greenpeace will Vattenfalls Kohlekraftwerke übernehmen

Es klingt ziemlich absurd wenn man hört, dass sich ein Umweltschutzverband für die Kohlekraftwerke eines großen Energieversorgers als Kaufinteressent ins Spiel bringt. Doch Greenpeace Schweden hat wohl genau dies vor, zumindest veröffentlichte die Organisation auf ihrer Webseite einen Brief an die US-Bank Citigroup, in welchem vom Kauf der deutschen Kohlesparte des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall die Rede ist. „Wir werden mit Vattenfall ernsthaft über die Übernahme reden“ beteuerte Annika Jacobson, Präsidentin von Greenpeace Schweden. Marketinggag oder ernsthaftes Interesse? Greenpeace will Vattenfalls Kohlekraftwerke übernehmen weiterlesen

Netzausbau im Verzug – Netzbetreiber Tennet schlägt Alarm

Jahrelang wurde der Ausbau der regenerativen Energieträger – ganz im Sinne der Energiewende – vorangetrieben und durch Gesetze, wie dem EEG subventioniert. Nun hat Deutschland bereits einen erheblichen Anteil an Grünstrom im Netz und es sieht keineswegs danach aus, dass der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung stagniert oder zurückgehen wird. Eigentlich ein Grund zur Freude, könnte man annehmen, denn immerhin ist man den anvisierten Ausbauzielen für 2020 so nah wie nie. Doch insbesondere ein Problem dämpft die gute Laune und sorgt nun dafür, dass einige Branchenvertreter Alarm schlagen. Deutschland verfügt über kein geeignetes Netz den erneuerbaren Strom gleichmäßig innerhalb der Bundesrepublik zu verteilen. Nun ist der Ausbau weiter in Verzug geraten, da ein Großteil der Leitungen nun unterirdisch verlegt werden sollen. Das wirft die Planungen um gut drei Jahre zurück. Netzausbau im Verzug – Netzbetreiber Tennet schlägt Alarm weiterlesen