Archiv der Kategorie: EEG

Der kaum beachtete Gigant: Die Wasserkraft

Bereits vor mehreren hundert Jahren machte sich die Menschheit die Wasserkraft zu Nutze. Insbesondere zu Zeiten der industriellen Revolution dienten Wasserräder als Antriebsquelle für verschiedene Produktionsprozesse und leisteten damit einen erheblichen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung. Heute wird die Wasserkraft nur noch selten erwähnt. Insbesondere im Kontext der deutschen Energiewende entsteht schnell der Eindruck, die Wasserkraft spiele überhaupt keine Rolle. Windkraft, Solarenergie und teilweise Bioenergie bestimmen die Diskussionen. Doch warum eigentlich? Könnte die Wasserkraft nicht einen entscheidenden Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten? Der kaum beachtete Gigant: Die Wasserkraft weiterlesen

Aktuelles: Die Energiewende in „kritischer Phase“?

Zur Eröffnung der diesjährigen Hannover Messe sorgte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für einiges Aufhorchen als sie meinte, die deutsche Energiewende befinde sich aktuell „in einer kritischen Phase“. In der Tat war und ist die Energiewende Deutschlands größtes und schwierigstes Projekt. Noch lang sind nicht alle Fehler und Widrigkeiten ausgemerzt, was entsprechend viele Problemfelder nach sich zieht. Diese Jahr steht die Hannover Messe, die weltweit bedeutendste Industriemesse, unter dem Motto „Get new technology first“. Auch die künftige Energieversorgung spielt eine ausschlagende Rolle beim Thema „neue Technologien“. Hier lässt sich die Intention der Kanzlerin zu ihrer Eröffnungsrede erkennen, denn „Ohne berechenbare Energieversorgung keine Zukunft der Industrie“ appellierte die CDU-Vorsitzende. Aktuelles: Die Energiewende in „kritischer Phase“? weiterlesen

Energiewende 2015 – Was steht bevor?

Welche wichtigen Meilensteine der Energiewende sind für das Jahr 2015 vorgesehen? Ein Blick auf die „10-Punkte-Energie-Agenda“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verrät die wichtigsten Projekte und Vorhaben für das Jahr 2015. Kernthemen werden das Erneuerbare-Energien-Gesetz, der Emissionshandel, das künftige Strommarktdesign, die Energieeffizienz, der Netzausbau und das Monitoring des gesamten Prozesses sein. Energiewende 2015 – Was steht bevor? weiterlesen

Deutschland im internationalen Pressefokus – Agentur für Erneuerbare Energien analysiert die internationalen Pressemeldungen zur Energiewende

Als viertgrößte Volkswirtschaft der Welt wird Deutschland auch von der internationalen Presse kritisch betrachtet. Vor allem, wenn es um solch enorme Projekte wie die Energiewende geht. Die Umstellung des Energiesystems von einem fossil – nuklearen zu einem regenerativen ist bei einer Nation wie Deutschland eine Mammutaufgabe. Gerade deshalb ist auch die ausländische Presse sehr stark an der Energiewende interessiert. Ein internationales Presse-Review der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hat die Stimmen der ausländischen Medien zusammengetragen. Ist das Gros der Pressestimmen positiv oder negativ? Sieht man die deutsche Energiewende als vorbildhafte Transformation oder abschreckendes Beispiel? Mehr dazu in diesem Artikel. Deutschland im internationalen Pressefokus – Agentur für Erneuerbare Energien analysiert die internationalen Pressemeldungen zur Energiewende weiterlesen

Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) warnen vor Investitionsrückgang durch verfehlte Energiepolitik

In einer aktuellen Umfrage des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbands e. V. (DGRV) und der Agentur für Erneuerbare Energien e. V. (AEE) zeigt sich, dass beinahe jede dritte Energiegenossenschaft in diesem Jahr keine weiteren Investitionen vornehmen wird. Hauptgrund ist die enorme Verunsicherung im Zuge der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Die Zahlen sind alarmierend, bedenkt man, dass im Vorjahreszeitraum lediglich acht Prozent der Genossenschaften ohne konkreten Investitionsplan waren. „Das neue EEG droht die Energiewende auszubremsen und dabei vor allem die kleinen Marktakteure wie Energiegenossenschaften zu treffen. Obwohl im Koalitionsvertrag mehr Bürgerbeteiligung versprochen wurde, wird die Aktivität von Energiegenossenschaften nun deutlich eingeschränkt“, so die harsche Kritik von Dr. Eckhardt Ott, dem Vorstandsvorsitzenden des DGRV. Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und Deutscher Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) warnen vor Investitionsrückgang durch verfehlte Energiepolitik weiterlesen

Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ehrt Energie-Kommune Crailsheim für außerordentliches Engagement

Kommunen werden in Zukunft eine der wichtigsten Rollen in der regenerativen Energiewirtschaft einnehmen. Grund ist vor allem die verstärkte Dezentralität der erneuerbaren Energien, welchen die Kommunen vor neue Herausforderungen stellt aber auch eine Vielzahl an Möglichkeiten eröffnet. Schon heute existieren verschiedenste „Energie-Kommunen“, diese Gemeinden haben es sich selbst zur Aufgabe gemacht die erneuerbaren Energien auf lokaler Ebene zu forcieren. Einige dieser Kommunen streben auch Energieautarkie an. Mit Programmen wie „100 Prozent EE Regionen“ oder „Bioenergiedörfer“ werden die Bemühungen auch über Mittel des Bundes gefördert. Eine beispielhafte Kommune ist Crailsheim in Baden-Württemberg, dafür wurde die 30.000 Einwohner Stadt nun von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) geehrt. Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) ehrt Energie-Kommune Crailsheim für außerordentliches Engagement weiterlesen

Ist die EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch verfassungswidrig?

Der Rechtsanwalt und Energierechtsexperte Prof. Dr. Martin Maslaton stellt in einem aktuellen Gutachten die verfassungsrechtliche Rechtmäßigkeit der EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch in Frage. „Die Einbeziehung der Eigenstromerzeugung in die EEG-Umlagepflicht ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Zudem verstößt die jetzige Bagatellgrenze gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes“, so Prof. Maslaton. Der Vorsitzende der Forschungsstelle Neue Energien und Recht kritisiert die Regelungen auf Basis eines Gutachtens das die Maslaton Rechtsanwaltsgesellschaft im Auftrag des Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK) und des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus- Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) anfertigte. Ist die EEG-Umlage auf den Eigenstromverbrauch verfassungswidrig? weiterlesen

EEG-Novelle unter Beschuss: EUROSOLAR-Vertreter aus Deutschland über schwere Kritik

„Ein Gesetz zur Abschaffung aller wesentlichen Grundsätze der bislang erfolgreichen dezentralen Energiewende“, so nennen Dr. Axel Berg, Stephan Grüger und Dr. Fabio Longo die geplante EEG-Novelle. Die deutschen Vertreter des europäischen Dachverbands der Solarwirtschaft EUROSOLAR kritisieren vor allem CDU und SPD, aber auch den grünen Staatssekretär Rainer Baake der, ihrer Ansicht nach, die jetzige Form der EEG-Novelle mittels des Think-Tanks „Agora Energiewende“ unterstützt hat. Vor allem den Wegfall des bisherigen Einspeisevorrangs der erneuerbaren Energien kritisieren die drei Branchenvertreter massiv. Daher  sei das neue EEG ein „Etikettenschwindel“, so die EUROSOLAR Vertreter. EEG-Novelle unter Beschuss: EUROSOLAR-Vertreter aus Deutschland über schwere Kritik weiterlesen

Leicht sinkende EEG-Umlage für 2014 prognostiziert

Wie entwickelt sich die EEG-Umlage in Zukunft? Viele Akteure der Energiewirtschaft, allen voran der Endverbraucher, stellen sich diese Frage. Grundsätzlich ist die Entwicklung maßgeblich davon abhängig, in welcher Form der aktuelle Reformentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) vom Bundestag verabschiedet wird. Sollte der Entwurf ohne eine Ausweitung der Industrieprivilegien geschehen, so wird die EEG-Umlage im kommenden Jahr voraussichtlich sinken. So würde die Umlage von den momentanen 6,2 Cent pro Kilowattstunde auf bestenfalls 5,8 Cent pro Kilowattstunde fallen. Abhängig ist der genaue Wert insbesondere von der Entwicklung des Preises an der Strombörse und der Entwicklung der Wind- und Solarstromproduktion im kommenden Sommer. Leicht sinkende EEG-Umlage für 2014 prognostiziert weiterlesen

Wer setzt sich durch? EEG-Verhandlungen im Bundesrat

Die Bundesländer haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt mehrmals bezüglich der EEG-Reform zu Wort gemeldet und Änderungen gefordert. Nun geht der Gesetzgebungsprozess in die heiße Phase, denn am Freitag steht der Entwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf der Tagesordnung im Bundesrat. Bisher haben sich 97 Änderungsanträge verschiedener Ausschüsse angesammelt. Daran zeigt sich, dass die Grünen in den Landesregierungen momentan stark vertreten sind. Aber auch abseits der Grünen gibt es Parteien, die mit dem Entwurf der Bundesregierung nicht einverstanden sind. Trotzdem ist nicht damit zu rechnen, dass die Länder dem EEG keinen Zuspruch erteilen, wobei kleinere Veränderungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verhindert werden können.

© apops - Fotolia.com
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Ein Scheitern des Entwurfs ist möglich

Aus dem Bundeswirtschaftsministerium kam bereits ein Warnsignal an die Länderkammer. So schickte Staatssekretär Rainer Baake einen Brief an den Bundesrat in dem darauf hingewiesen wird, dass die Wünsche der Bundesratsausschüsse dem Resultat eines Spitzengesprächs zwischen den Ministerpräsidenten im Bundeskanzleramt, welches im April stattfand, widersprächen. Zentraler Diskussionspunkt ist die Regelung zu Mindestabständen zwischen Siedlungen und Windkraftanlagen. Die Ausschüsse für Umwelt, Wirtschaft und Städtebau im Bundesrat haben die bisherigen Regelungen allesamt abgelehnt. Nur zwei Länder stehen offensichtlich für die Regelung und zwar Bayern und Sachsen, zwei Bundesländer die bisher wenig auf Windkraft setzen. Die Kritiker der Regelung, vor allem die SPD-Landesregierungen, fürchten Akzeptanzprobleme bei Windkraftanlagen in anderen Ländern, falls in Bayern eine Abstandsregelung in Kraft tritt. Diese Diskussion könnte bei einer Nicht-Einigung im Ernstfall dazu führen, dass der Gesetzesentwurf der Bundesregierung noch gekippt wird. Auch durch Bürgerinitiativen hat sich bereits Widerstand formiert. Am Freitag wird im Bundesrat letztlich über den Entwurf abgestimmt, es wird sich zeigen wer sich durchsetzen kann. Rein politisch ist es unwahrscheinlich, dass sich am Entwurf viel ändert. Schon allein aus dem Grund, dass das EEG im Bundesrat nicht zustimmungspflichtig beschlossen werden muss. Im Ernstfall musste ein Vermittlungsausschuss einberufen werden.