Archiv der Kategorie: Biomasse

Wohin mit dem Müll? Potentiale für ungenutzten biogenen Abfall

In Deutschland fallen täglich tonnenweise Müll und Abfall an. Ein Großteil ist biogener Natur und kann rein theoretisch weiterverarbeitet werden. Dennoch wird rund ein Drittel der biogenen Rest- und Abfallstoffe nicht genutzt, so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ). Insbesondere Waldrestholz, Getreidestroh und tierische Exkremente bergen ein hohes Potential. Wohin mit dem Müll? Potentiale für ungenutzten biogenen Abfall weiterlesen

Erstmals Grünes Gas Label an Biogasprodukte vergeben

Zum ersten Mal wurden Biogasprodukte mit dem Grünen Gas Label zertifiziert. Die NATURSTROM AG ließ alle ihre Biogaserzeugnisse durch unabhängige Prüfer zertifizieren. Das Grüne Gas Label ist ein Zertifizierungssystem der deutschen Umweltschutzverbände BUND und NABU und damit das einzige Label in diesem Bereich, welches durch namhafte Umwelt- und Verbraucherschutzverbände zertifiziert und empfohlen wird. Das Gütesiegel soll dem Verbraucher dabei helfen, ausgezeichnete ökologische Biogasprodukte zu erkennen. Die Zertifizierung geschieht unabhängig und orientiert sich an den höchsten gängigen Standards. Erstmals Grünes Gas Label an Biogasprodukte vergeben weiterlesen

Ungenutztes Potential: Stroh kann im zukünftigen Energiemix eine starke Rolle spielen

Von allen biogenen Reststoffen die zur Energieerzeugung genutzt werden, wird Stroh am seltensten verwendet. Häufig aufgeführter Grund ist seine geringe Energiedichte, welche die Nutzung von Stroh unrentabel werden lässt. Eine nun veröffentlichte Studie vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), dem Deutschen Biomasseforschungszentrum (DBFZ) und des Thüringer Landesamtes für Landwirtschaft (TLL) in der Fachzeitschrift Applied Energy, weist darauf hin dass Stroh trotzdessen ein enormes Potential besitzt und deshalb in Zukunft stärker genutzt werden sollte. Pro Jahr können laut der Studie rund 8-13 Millionen Tonnen Stroh für die Energieerzeugung genutzt werden, dies entspricht Strom für 1,7 bis 2,8 Millionen Haushalte beziehungsweise Wärme für 2,8 bis 4,5 Millionen Haushalte. Ungenutztes Potential: Stroh kann im zukünftigen Energiemix eine starke Rolle spielen weiterlesen

Vorteile einer Pelletheizung

© apops - Fotolia.com
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Heutzutage können zahlreiche unterschiedliche Heizungsarten verwendet werden, um eine Immobilie schnell und einfach zu beheizen. Hierbei besonders zu benennen ist die Gas- oder Stromheizung. Weiterhin kann aber auch eine Holzheizung oder ein Pelletkessel verwendet werden. Bei dieser Heizanlage werden sogenannte Pellets verbrannt, um das Heizungswasser zu erwärmen und somit jeden Wohnraum zu temperieren. Bei den Pellets handelt es sich um Produkte, die aus Holzspänen gepresst wurden. Verwendet werden dabei Holzspäne die beispielsweise bei der Produktion von Möbel anfallen. Entsprechend wird für diese Art der Heizung „Müll“ verwendet, um aus diesem noch etwas Sinnvolles zu machen. Durch das Pressen der Holzspäne werden diese so stark verdichtet, dass sie nicht nur einfach, sondern auch sehr lange brennen. Dementsprechend muss im Gegensatz zu vielen Holzheizungungen ein Pelletkessel nicht dauernd wieder neu befüllt werden!

Vorteile und positive Eigenschaften der Heizung mit Pellets
Das Heizen mit Pellets hat durchaus einige Vorteile, die nicht vernachlässigt werden sollten, diese Vorzüge sind unter anderem:

  • Das die Pellets recht günstig gekauft werden können.
  • Das mit den Pellets die Umwelt geschont werden kann.
  • Das die Holzheizung mit Pelletkessel eine durchaus hohe Heizleistung zu bieten hat – weitere Infos hier.
  • Das die Bedienung des Pelletkessels leicht und sicher durchgeführt werden kann.

Ebenfalls ist noch ein Vorteil, dass die Heizungsanlage mit Pelletkessel unabhängig von großen Gas- oder Stromlieferanten betrieben werden kann. Vielmehr müssen die Pellets nur bei einem Händler bestellt werden. Hierbei ist aber zu beachten, dass es eine unterschiedliche Qualität bei den Pellets gibt. Die schlechteste Qualität kann zwar günstig gekauft werden, dafür brennen die Pellets nur relativ kurz. Wer hingegen etwas mehr Geld investiert und sich für die qualitativ hochwertigeren Pellets entscheidet, der erhält Produkte, die sehr lange und intensiv brennen! Der Unterschied bei der Qualität der Pellets ist vor allem die Art des Holzes und wie die Artikel gepresst wurden. Ebenfalls sollte noch als Vorteil erwähnt werden, dass die Holzheizungen mit einem hochwertigen Rußpartikelfilter ausgestattet sind. Weiterhin gibt es noch andere Filter bei dieser Art der Heizung, um beispielsweise den CO2-Ausstoß sehr stark zu reduzieren. Somit kann die Umwelt mit dieser Art der Heizung noch mehr geschont werden!

Für die Produktion von Biogas Alternativen zum Maisanbau finden

Bioenergie
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Biogasanlagen bestimmen mittlerweile massiv unsere Landschaft. Diese Anlagen werden bekanntermaßen hauptsächlich mit Mais gefüttert. Wie dieser Beitrag über Biogas berichtet, ist dies nicht unbedingt die umweltfreundlichste Methode. Alternativen zum Maisanbau für die Produktion von Biogas sind deshalb dringend nötig, wenn die Vermaisung der Landschaft, wie es mittlerweile genannt wird, nicht Überhand gewinnen soll.

Mais steht gerade deshalb in der Kritik, weil die entsprechenden Felder beispielsweise überhaupt keinen Lebensraum für Wildtiere bieten. Weder der Raum zum Brüten für bodenbrütende Vögel ist hier geboten noch ein Blütenangebot für Insekten und Schmetterlinge. Experten bezeichnen das Maisfeld deshalb als ökologisch nahezu toten Lebensraum. Hinzu kommt, dass der nackte Boden zwischen den Pflanzen leicht vom Regen ausgewaschen werden kann, was dazu führt, dass Düngemittel wie Phosphat in Flüsse oder Seen gelangen.

Mit anderen Worten: zu viele Maisfelder sind nicht sehr zuträglich für die Umwelt, denn:
– das ökologische Gleichgewicht wird gestört
– keine Nahrungsquelle oder Schutzraum für Tiere
– Abtragung des Bodens durch Regen und entsprechende Folgen

Am Biogas an sich ist eigentlich überhaupt nichts auszusetzen, denn schließlich gehört es zum Bereich der erneuerbaren Energien und ist somit immer noch umweltfreundlicher als konventionelle Energiequellen wie Kohle- oder Atomkraftwerke. Im Jahr 2012 wurden schon knapp vier Prozent des Stroms, der in der Bundesrepublik verbraucht wurde, in Biogasanlagen produziert, was insgesamt sechseinhalb Millionen Haushalte versorgen konnte. Nicht nur für den Strom an sich sondern auch für das Heizen von Gebäuden in der näheren Umgebung können diese Anlagen praktisch genutzt werden. Die Kuppeln der Biogasanlagen, die man in die Landschaft ragen sieht, sind die so genannten Gärbehälter, die Fermenter, wo organische Stoffe (hauptsächlich Mais, Gülle oder Biomüll) zu Gas vergoren werden. In einem Blockheizkraftwerk wird das Gas dann in Motoren verbrannt, wobei Energie für Strom und Wärme entsteht. Mehr allgemeine Informationen zum Thema Biogasanlagen gibt es hier zu lesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Biogasanlage.

Nötig ist es nun vor allem, Alternativen zum Mais für die Biogasproduktion zu finden. Ein Beispiel hierfür wäre das Energiegras Szarvasi aus Ungarn. Hierbei handelt es sich um eine Dauerkultur, die nicht jedes Jahr neu gesät werden muss und zweimal im Jahr geerntet werden kann. Es zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr dicht wächst, den Boden bedeckt und so im Gegensatz zu Mais Wildtieren einen guten Lebensraum bietet und auch den Nährstoffhaushalt des Bodens nicht aus dem Gleichgewicht bringt.

Die Rolle und das Potential von Biogas lesen Sie hier: http://www.bmu.de/service/fotos-und-filme/videos/detailansicht/?tx_cpsbmuvideo_pi1%5BshowUid%5D=49497

Baden-Württembergs Umweltminister eröffnet Bioenergiedorf Büsingen

Franz Untersteller, der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, hat am 25. Juli das Bioenergiedorf Büsingen eröffnet. Büsingen setzt auf eine Kombination aus Biomasse und Solarthermie und ist weitestgehend unabhängig von steigenden Energiepreisen. Durch die starke Nutzung der regenerativen Energien können jährlich etwa 1.200 Tonnen CO2 eingespart werden.

Der baden-württembergische Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft, Franz Untersteller, hat am Donnerstag offiziell das Bioenergiedorf Büsingen eröffnet. Büsingen setzt anders als viele andere Gemeinden nicht auf Photovoltaik, sondern auf Solarthermie, um im Sommer Energie zu gewinnen. Die installierten Vakuumröhrenkollektoren stammen von Ritter XL und zeichnen sich gegenüber herkömmlichen Photovoltaikmodulen durch eine vierfach höhere Effizienz aus. Photovoltaik-Anlagen werden im Zuge des EEG allerdings stärker subventioniert.

Im Winter wird die Solarthermie durch Biomasse unterstützt, wobei die verbrannte Biomasse ausschließlich aus der Region bezogen wird. In den warmen Sommermonaten kann der Kessel komplett abgeschaltet werden, was zu einer wesentlich größeren Lebensdauer führt. Untersteller sagte zu der Eröffnung des Bioenergiedorfs: „Als bisher einziges Bioenergiedorf in Baden-Württemberg und Deutschland stellt das Bioenergiedorf Büsingen die sommerliche Grundlast durch solarthermische Kollektoren bereit. Diesen innovativen und zukunftsgerichteten Ansatz hat die Landesregierung daher gerne mit 100.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.“ Durch die Fokussierung der erneuerbaren Energien werden in Büsingen jährlich rund 1.200 Tonnen CO2 eingespart.

RWE schließt weltweit größtes Biomassekraftwerk in Großbritannien

Die britische RWE Tochter hat beschlossen das weltweit größte Biomassekraftwerk in Tilbury, Großbritannien vom Netz zu nehmen. Als Grund gab RWE an, dass sich das Kraftwerk langfristig nicht rechnen würde. Auch deutsche Kraftwerke könnten von der schwierigen Marktlage in diesem Bereich betroffen sein.

Eigentlich war es ein leuchtendes Vorbild für den Fortschritt der erneuerbaren Energien: Aus einem alten Kohlekraftwerk machte RWE in Tilbury, Großbritannien das weltweit größte Biomassekraftwerk, das durch die Verbrennung von Biomassepellets grünen Strom gewinnen sollte. Nun hat die britische RWE Tochter RWE npower beschlossen das Kraftwerk zu schließen. In der derzeitigen Marktlage sei das Kraftwerk schlicht nicht wirtschaftlich. 2015 soll es endgültig vom Netz genommen werden.

Dennoch glaube man auch weiterhin an die Zukunftsträchtigkeit von Biomassekraftwerken, so ein RWE-Sprecher. Ob sich das Biomasse Geschäft in Europa tatsächlich langfristig für RWE lohnt, ist allerdings fraglich. So hatte das Handelsblatt in seiner Ausgabe am Dienstag berichtet, dass RWE insgesamt über die Wirtschaftlichkeit seiner Biomassekraftwerke nachdenke. Sollte sich RWE langfristig gegen Biomasse entscheiden, könnten auch deutsche Kraftwerke von einer Schließung betroffen sein. Die Strom- und Wärmegewinnung aus Biomasse stellt in Deutschland nach wie für einen wichtiger Pfeiler der Energiewende dar. Durch das EEG soll der Ausbau des Sektors eigentlich weiter gefördert werden.

Biogasanlagen in Deutschland stehen vor Problemen

In letzter Zeit häufen sich die Probleme für die regenerativen Energien. Neben dem Ausstieg Siemens aus dem Solarthermie-Geschäft und der Problematik bei der Offshore-Windparkanlage „Hohe See“ in der Nordsee, sind auch Biogasanlagen in Deutschland momentan mit Problemen geplagt.
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Bei Biogas Polen im Fokus

Polen scheint sich zu einem lukrativen Standort für erneuerbare Energie zu entwickeln. Vor allem die Herstellung von Biogas steht dabei im Mittelpunkt. Eines der ersten Unternehmen, das diesen Trend erkannt hat, ist Weltec Biopower. Das Unternehmen baut in der Nähe von Danzig eine Biogasanlage mit einer geplanten Leistung von 2,4 Megawatt. Dazu sind vier Gärbehälter mit einem Fassungsvermögen von jeweils knapp 5.000 Kubikmetern notwendig. Bei Biogas Polen im Fokus weiterlesen

Leopoldina übt harsche Kritik an der Biomasse

Bei der Leopoldina handelt es sich um die Deutsche Akademie der Naturforscher. Sie gehört zur Nationalen Akademie der Wissenschaften und wurde im Jahr 1952 gegründet. Aktuell zählt sie rund 1.400 Mitglieder und hat ihren Sitz im sachsen-anhaltinischen Halle.

 

Zu den Aufgaben der Leopoldina gehört auch die Beratung der Regierung. Die Akademie ist in zahlreichen internationalen Organisationen vertreten, zu denen beispielsweise die in Paris beheimatete „Académie des Sciences“ und die „National Academy of Sciences“ der Vereinigten Staaten gehören. Leopoldina übt harsche Kritik an der Biomasse weiterlesen