Bürger in Rheinland-Pfalz nehmen Energiewende selbst in die Hand

admin 17. Februar 2013 0


In den letzten vier Jahren hat es einen verstärkten Anstieg an Genossenschaften in Rheinland-Pfalz gegeben. Insgesamt wurden 32 neue Genossenschaften  gegründet, davon waren alleine 22 Energiegenossenschaften.

Auf Anstoß der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke wurde vor einem Jahr das Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e.V. (LaNEG) ins Leben gerufen. Heute sind von den 22 rheinland-pfälzischen Energiegenossenschaften 17 Mitglieder des Landesnetzwerkes. Weitere Mitglieder sind das Netzwerk „Energiewende jetzt“ und der Genossenschaftsverband Neu-Isenburg.

“Der Energiewende tut dieses direkte bürgerschaftlich-wirtschaftliche Engagement sehr gut”, sagte Lemke. “Ein wichtiges Ziel der Landesregierung ist die Dezentralisierung der Energieerzeugung verbunden mit dem Ausbau Erneuerbarer Energien. Hier übernehmen Bürger-Energiegenossenschaften eine wichtige Rolle.”

Die rheinland-pfälzischen  Energiegenossenschaften werden durch das Landesnetzwerk in ihren Interessen vertreten. Zu diesen zählen unter anderem die Vernetzung der Akteure der Energiewende.  Auch kümmert sich das Netzwerk um die Erschließung neuer Geschäftsfelder und insgesamt um eine Professionalisierung bei der Entwicklung und Nutzung regenerativer Energien.

Zurzeit zählen die 17 LaNeG-Genossenschaften knapp 2.470 Mitglieder.  Diese produzieren mit ihren Anlagen rund 12 MW Leistung mit Hilfe von Photovoltaik-Anlagen. Davon entfallen rund 5,3 MW auf drei Freiflächenanlagen und 6,7 MW werden durch Dachanlagen erzeugt. Der bisherige Kostenaufwand für die Anlagen betrug 27,4 Millionen Euro, wobei 8 Millionen Euro mit Eigenkapital und 19,4 Millionen mit Fremdkapital bezahlt wurden.