Bundesregierung will Fracking erlauben

admin 10. Februar 2013 1


Die Schwarz-Gelbe-Koalition will das Fracking-Verfahren in Deutschland möglich machen.  Es sollen noch vor der nächsten Bundestagswahl  neue Reglungen eingeführt werden, welche eine Förderung von Schiefergas möglich machen könnten. So hat sich eine Arbeitsgruppe von Union und FDP auf einige Eckpunkte für das Förder-Verfahren geeinigt und fordert das Umwelt- und Wirtschaftsministerium auf, Gesetzesvorschläge zu machen.

Bei dem sogenannten Fracking-Verfahren wird unter Hochdruck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien ins Erdreich gepumpt. Das Gemisch bricht in den tieferen Erdregionen Schiefersteinebenen auf und löst die in ihnen enthaltenen Gase. So könnte, laut einer Studie des Umweltbundesamtes, das Schiefervergas-Vorkommen in Deutschland den Gasbedarf für rund 13 Jahre decken.

Hauptkritikpunkt am Fracking ist, dass durch das Gemisch das Grundwasser und das Erdreich versucht werden könnte. Die Arbeitsgruppe fordert deshalb für jeden neuen Bohrgang eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung. Zudem sollen klare Regeln aufgestellt werden, was mit den eingesetzten Stoffen im Nachhinein passiert. Außerdem sollen alle Wasserschutzgebiete ausgeschlossen werden.

Das Fracking-Verfahren hat in der letzten Zeit für viel Aufregung gesorgt. In den USA scheint es hervorragend zu funktionieren. So konnten die Öl-Riesen ExxonMobil und Chevron trotz der schwachen Preise in der ersten Hälfte des Jahres 2012 trotzdem das Jahr mit guten Gewinnen abschließen. Bei ExxonMobil alleine stieg der Gewinn im Raffinieriegeschäft um 47 Prozent an.