Britische Regierung beendet steuerliche Vergünstigungen für Energieversorger

admin 31. Mai 2013 0


Seit einiger Zeit bekommen die großen Energieversorger Großbritanniens erhebliche steuerliche Vergünstigungen. Wie jetzt herauskam nutzten zahlreiche Energieversorger die Steuervorteile weit über ein angemessenes Maß aus. Derzeit wird gegen einige Unternehmen sogar wegen Preisabsprachen ermittelt. Die britische Regierung musste reagieren und veröffentlichte vor einigen Tagen einen Gesetzesentwurf, der die Streichung von Steuervorteilen von etwa 900 Millionen Pfund für die Energieversorger vorsieht.

Wie der Londoner Guardian berichtet, sollen sich die Energieversorger Steuernachlässe für Transaktionen gesichert haben, die bereits vor vielen Jahrzehnten stattgefunden hatten. Aber auch mit anderen Tricks wurde gearbeitet. Auf diese Weise zahlten einige Unternehmen so gut wie keine Steuern, konnten jedoch weiterhin kräftige Gewinne erwirtschaften. So wurde etwa der Gewinn von vielen Milliarden Pfund in die Errichtung neuer Kernkraftwerke investiert, was legal abgesetzt werden kann. Anders als in Deutschland spielen Atomkraftwerke in Großbritannien noch eine zentrale Rolle bei der Energieversorgung. Auch in der Zukunft will das Land weiterhin auf Atomkraftwerke setzen.

Der britische Kanzler George Osborn meinte zu dem Thema: „Es ist nicht in Ordnung, dass Energieversorger riesige Summen für sich einfordern, die sie bereits von ihren Kunden bezogen haben.“ Die derzeit laufenden Ermittlungen richten sich nicht nur gegen die britischen Energieversorger, sondern untersuchen auch mögliche Preisabsprachen bei Gas- und Ölunternehmen.


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