Brasilien und die Wasserkraft

Sandra 8. September 2012 0


Viele Brasilianer erinnern sich noch gut an einen Novemberabend im Jahr 2009. Ein Unwetter hatte dafür gesorgt, dass sich das Itaipu-Kraftwerk aus Sicherheitsgründen abschaltete. Es steht mit einer Leistung von 14.000 Megawatt auf dem zweiten Platz der Rangliste für die größten Wasserkraftwerke der Welt.

Ein Ausgleich über andere Kraftwerke war nicht möglich, so dass es in größeren Regionen zu einem Blackout kam. So etwas darf nicht wieder passieren, wobei die brasilianische Regierung nicht nur die Fußball-WM im Jahr 2014 und die Olympischen Spiele im Jahr 2016 im Blick hat. Auch so muss das Land sich auf einen kräftig wachsenden Verbrauch beim Strom einstellen. Man geht davon aus, dass bereits in den nächsten Jahren eine Grenze von 500 Terawattstunden beim Bedarf überschritten werden könnte.

Das ist für Marcio Zimmermann, den Energieminister des Landes eine echte Herausforderung, denn bisher bezieht Brasilien drei Viertel seiner Energie aus der Wasserkraft und das soll möglichst auch in Zukunft so bleiben. In der Planung sind deshalb 30 Wasserkraftwerke entlang des Amazonas. Dort gibt es derzeit noch keine Staudämme. Aber die geologische Lage ist günstig, weil das natürliche Gefälle von den Anden zum Ozean genutzt werden könnte. Doch die ökologischen Folgen könnten gigantische Dimensionen annehmen.

Es sind nicht nur die Fischbestände und damit die Lebensgrundlage der Menschen, die gefährdet werden. Robert Naiman, der in Seattle an der University of Washington tätig ist, brachte noch eine andere Gefahr auf den Punkt. Wenn durch die Stauseen Regenwaldgebiete überflutet werden, sorgt die Verrottung dafür, dass größere Mengen des Treibhausgases Methan in die Luft abgegeben werden.
Bleibt also zu hoffen, dass in Brasilien der Ausbau der Wasserkraft nicht allzu große Folgen für die Umwelt haben wird. Um das sicher vorhersagen zu können, müsste man aber schon über “Fähigkeiten” im Stile von http://www.astrologo.de/ verfügen.