BP zahlt Rekordsumme für Ölkatastrophe an die USA

admin 14. November 2012 0


Der britische Ölkonzern BP muss eine Strafe von 4,5 Milliarden US-Dollar an die US-Regierung zahlen. Mit dieser Zahlung hat BP knapp 30 Milliarden US-Dollar Schadensersatz, aufgrund der Ölkatastrophe im Jahre 2010, bisher bezahlt.

Durch einen sogenannten „Blowout“, kam es im April 2010 zu einer der schwersten Umweltkatastrophen der Geschichte. Während der Anfangsbohrungen auf der Explorationsbohrplattform „Deepwater Horizon“, kam es zu einer hohen Anzahl an Erdgaseinbrüchen. BP bezeichnete diese aber als vernachlässigbar, trotz Warnungen von Regierungsseite. Infolgedessen kam es zu einem starken Druckanstieg im Bohrloch, welche in einer Fontäne aus Gas und Öl endete. Das Erdgas entzündete sich und führte zum Brand der Plattform. Die Plattform konnte nicht mehr gerettet werden und sank zwei Tage nach Beginn des Unfalls. Hierbei kamen elf Menschen ums Leben und es flossen geschätzt knapp 800 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko.

BP hatte vorerst ein Volumen von 38 Milliarden Dollar für die Kosten der Katastrophe bereitgestellt. Nach vorläufigen Berechnungen muss dieses Volumen jedoch um weitere 3,85 Milliarden Euro aufgestockt werden. Die Briten  haben bereits 14 Milliarden Dollar für die Reparatur- und Reinigungskosten gezahlt. Desweiteren hat das Unternehmen sich mit 7,8 Milliarden Dollar mit einem Steuerkreis aus tausenden Klägern geeinigt. Auf BP kommen noch weitere zivilrechtliche Forderungen zu, die von der US-Bundesregierung und einigen Bundestaaten kommen werden.