BP behält vorerst seine Windsparte

admin 30. Juli 2013 0


Vor einigen Monaten hatte der britische Energiekonzern BP angekündigt seine US-Windparks verkaufen zu wollen. Jetzt ändert BP seine Strategie und kündigte an vorerst die US-Windparks selbst weiter zu betreiben – zumindest bis der „richtige“ Zeitpunkt zum Verkauf gekommen ist.

Der britische Energiekonzern BP ist nicht nur im Ölgeschäft tätig, sondern investiert seit Jahren auch in erneuerbare Energien. So besitzt BP alleine in den USA mit einer Leistungskapazität von rund 2,6 Gigawatt. Weitere 2 Gigawatt dürften bald ans Netz gehen. Im April kündigte BP überraschend an seine US-Windsparte verkaufen und sich stärker auf die Produktion von Biosprit konzentrieren zu wollen. Jetzt rudert der Konzern allerdings wieder zurück und will seine amerikanischen Windparks vorerst behalten.

So sei der richtige Zeitpunkt zum Verkauf des Geschäfts noch nicht gekommen, wie sich ein BP-Sprecher äußerte. Details zu der Entscheidung BPs sind nicht bekannt. Weder über mögliche Interessenten, noch über die Zahl und Höhe der Angebote für die Windsparte gibt es nähere Informationen. Experten schätzen den Wert der US-Windsparte von BP auf mehrere Milliarden Dollar.

Gründe für die Entscheidung nannte BP zwar keine, es ist jedoch gut möglich, dass der Rückzug vom Rückzug aus dem Windbereich etwas mit der neuen Klima- und Energiepolitik Obamas zu tun hat. Der US-Präsident gab erst kürzlich bekannt verstärkt den Klimawandel bekämpfen und auch erneuerbare Energien intensiver fördern zu wollen. Nicht ausgeschlossen also, dass auch die Windkraft in den USA künftig stärker subventioniert werden könnte.