Bosch ist Beispiel bei der Wasserkraft

Sandra 10. August 2012 0


Die größten Verbraucher bei der Energie waren, sind und bleiben die Standorte der Industrie. Gerade bei ihnen wäre es wichtig, dass auf erneuerbare Energien umgestellt wird. Und genau dabei erweist sich das deutsche Unternehmen Bosch als Vorbild. Aktueller Schauplatz ist die Fertigungsstätte in Blaichach. Die Kommune ist auf der Karte in Bayern, oder genauer gesagt im Oberallgäu zu finden. Sie ist rund 50 Quadratkilometer groß und zählt 5.600 Einwohner. Sie und ihre Gäste haben neuerdings etwas zu bestaunen, was Bosch zu verdanken ist.

Bosch hat ein eigenes Wasserkraftwerk zur Nutzung erneuerbare Energien am Schwarzenbach, einem Zufluss der Iller, errichtet. Die Investitionssumme lag bei stolzen zehn Millionen Euro. Aber das hat sich nicht nur in Bezug auf die Umsetzung der Unternehmensphilosophie gelohnt, sondern zahlt sich auch wirtschaftlich aus. Immerhin kann das Bosch-Werk mehr als drei Viertel seiner benötigten Energie aus dem eigenen Wasserkraftwerk gewinnen, das Anfang August 2012 feierlich in Betrieb genommen wurde. Die daraus erzielten Einsparungen dürften in den nächsten Jahren weiter wachsen, denn nach aktuellen Erkenntnissen ist mit weiteren Steigerungen der Energiekosten zu rechnen.

Das neue Kraftwerk in Blaichach hat das alte Wasserkraftwerk abgelöst, das im Jahr 1911 erbaut worden war und bereits von einer Spinnerei zur umweltfreundlichen Energieversorgung genutzt worden war. Der Neubau für erneuerbare Energie bringt eine Leistung von fünf Megawatt mit insgesamt drei Turbinen. Um eine Vorstellung dieser Energiemenge zu bekommen, sollte man sich vor Augen halten, dass damit 4.000 deutsche Durchschnittshaushalte mit Strom versorgt werden könnten. Unterstützt wurde das Projekt auch von der Kommune, die darin ein wichtiges Plus für die Ansiedelung weiterer Gewerbebetriebe sieht.