Bleibt RWE auf Tochter Dea sitzen?

admin 11. Juni 2013 0


Der Energieriese RWE hat Schwierigkeiten einen Käufer für seine Öl- und Gasfördertochter Dea zu finden. Im Rahmen eines Schuldenabbaus sieht die RWE Strategie vor Unternehmensteile zu verkaufen. Aktuell beläuft sich die Schuldenlast von RWE auf rund 33 Milliarden Euro.

Seit Jahren wächst der Schuldenberg des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns RWE kontinuierlich an. Alleine in den letzten drei Jahren ist die Schuldenlast um etwa 4 Milliarden Euro gestiegen. Im Rahmen eines Umstrukturierungsprozesses sieht RWE vor die Neuverschuldung abzubauen und die bisherige Schuldenlast zu verringern. Kern dieser Strategie ist der Verkauf von Unternehmensteilen.

So gab RWE etwa auch die milliardenschwere Tochter Dea zum Verkauf frei. Wie die Nachrichten-Agentur Bloomberg berichtet, gebe ist momentan allerdings kaum Interessenten für das Öl- und Gasförderunternehmen. Einzig die BASF Tochter Wintershall zeigt offenbar Interesse an Dea. Angesichts der sehr niedrigen Nachfrage erscheint es jedoch mehr als fraglich, ob RWE den angepeilten Verkaufspreis von 4,5 bis 5 Milliarden Euro erreichen wird. Momentan sieht es eher danach aus als müsste Dea zu einem deutlich niedrigeren Preis verkauft werden.

Seit März 2013 steht die RWE Tochter zum Verkauf. Die Verkaufseinnahmen sollten einen wichtigen Schritt hin zum Abbau der hohen Schuldenlast darstellen. Von dem ursprünglichen Ziel bis Jahresende 7 Milliarden Euro durch den Verkauf von Unternehmensteilen einzunehmen kann sich RWE aber offenbar schon jetzt verabschieden.


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