Bis 2035 steigt weltweiter Energiebedarf um ein Drittel

admin 6. Oktober 2012 0


Nach Einschätzungen der Internationalen Energieagentur (IEA) wird der weltweite Energiebedarf bis 2035 um ein Drittel zunehmen. Den Großteil des Wachstums tragen hierbei die Länder China und Indien. Die boomende Wirtschaft in den asiatischen Wirtschaftsländern benötigt immer mehr Energie. Zwei Drittel des steigenden Energiebedarfs sollen durch erneuerbare Energien und Erdgas gedeckt werden. Voraussichtlich  im Zeitraum 2020 bis 2025 wird der Ausbau erneuerbare Energien in Europa seinen Höchststand erreichen und daraufhin sich wieder rückläufig entwickeln. Steigende Energiepreise, erhöhte Kosten für CO2-Zertifikate, aber auch die verstärkte Wettbewerbsfähigkeit von Windkraft und zu erwartende fallende Preise im Solarbereich, sind der Grund hierfür.

Laut einer Aussage von Maria van der Hoeven, IEA-Leiterin, ist eine abgestimmte Energiepolitik auf europäischer und globaler Ebene nötig. Jedes Land müsse über die Konsequenzen seiner Entscheidungen in der Energiepolitik im Klaren sein. Auch die österreichische Regulierungsbehörde E-Control, fordert eine koordinierte Energiepolitik. Durch den Umstieg auf erneuerbare Energien, wird ein massiver Eingriff auf das bisherige System der Energieversorgung vollzogen, was eine höhere Koordination zwischen Nachbarländern umso wichtiger macht.

Die Internationale Energieagentur (IEA) wurde 1973 von 16 Industrienationen, in Folge der Ölkrise 1973, gegründet. Sie ist eine Kooperationsplattform im Bereich der Erforschung, Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien und verfügt über strategische Ölreserven, mit denen sie in den Ölmarkt eingreifen kann, da sie ursprünglich für die Aufsicht des Ölmarktes geschaffen wurde.