Biogasanlagen in Deutschland stehen vor Problemen

admin 29. November 2012 0


In letzter Zeit häufen sich die Probleme für die regenerativen Energien. Neben dem Ausstieg Siemens aus dem Solarthermie-Geschäft und der Problematik bei der Offshore-Windparkanlage „Hohe See“ in der Nordsee, sind auch Biogasanlagen in Deutschland momentan mit Problemen geplagt.

Nach einer Reihe von Störanfällen in niederbayrischen Biogasanlagen werden die Rufe nach strengeren Auflagen immer lauter, welche sogar eine Art Führerschein für die Werksbetreiber verlangen. Dies fordert zumindest der Kreistag von Rottal-Inn, wobei auch der Biogas-Fachverband sich, durch eine Reihe von Unfällen in diesem Jahr, im Zugzwang sieht. In Folge von einigen Unfällen durch Biogasanlagen in diesem Jahr, kam es durch den Austritt von Gülle zu einer Verunreinigung von Flüssen und Fischsterben.

Neben einem Führerschein sollen Betreiber auch eine Art Leitfaden Schulung für Biogasanlagen absolvieren, so Walter Danner vom Fachverband Biogas in Niederbayern. Desweiteren sollten die Strukturen der Branche nochmal überprüft und kontrolliert werden, denn die Vorschriften sind in fast 150 verschiedenen Regelwerken verstreut. Es wird befürchtet, dass es durch die Anzahl der verschiedenen Behörden und Ministerien die für die Genehmigung, Kontrolle und Sicherheit der Anlagen verantwortlich sind, zu bürokratischer Uneinigkeit und Problemen kommt. Dies würde somit einer effizienten Kontrolle im Wege stehen.

Biogasanlagen produzieren mit Hilfe des Gärungsprozesses Strom. Durch die Vergärung von Biomasse wie tierischen Extrementen und Biotonnen-Abfall wird Biogas hergestellt, welches dann für die Stromerzeugung genutzt wird. Es können hierbei Gefahren durch die falsche Lagerung der Abfälle und des Gases entstehen.